Plastikmüll in Walmägen: Stärkerer Kampf gegen Vermüllung der Meere angekündigt

Plastikmüll in Walmägen: Stärkerer Kampf gegen Vermüllung der Meere angekündigt

, aktualisiert 18. Mai 2016, 15:41 Uhr
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30 Pottwale sind im Januar an der Nordseeküste gestrandet. Auf einer Konferenz in Wilhelmshaven beschäftigen sich Wissenschaftler mit der Frage, wie es dazu kam.

Quelle:Handelsblatt Online

Fischernetze, alte Autoteile und anderen Müll haben Tiermediziner in den Mägen von gestrandeten Pottwalen gefunden. Für ihren Tod sind allerdings andere Faktoren verantwortlich. Die Politik will Konsequenzen ziehen.

WilhelmshavenMägen voller Müll fanden Tiermediziner bei der Untersuchung der Pottwale, die Anfang des Jahres an der Nordseeküste gestrandet waren. Fischernetze, Leinen, alte Autoteile, Kaffeekapseln und Verpackungen seien teilweise in erheblichem Ausmaß entdeckt worden, sagte Prof. Ursula Siebert von der Tiermedizinischen Hochschule Hannover am Mittwoch in Wilhelmshaven. Todesursache war das nicht. Aber im weiteren Leben hätten die Wale damit Probleme bekommen. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) kündigte auf dem eintägigen Walsymposium an, die Aktivitäten gegen die Vermüllung der Meere zu verstärken.

Für die tödliche Strandung der insgesamt 30 Wale ist nach Ansicht der Experten eine Mischung verschiedener Faktoren verantwortlich. Walstrandungen in der Nordsee hat es bereits im 16. Jahrhundert gegeben. „Und wir müssen damit rechnen, dass es wieder passiert“, sagte Siebert. Rund 100 Gäste aus Politik, Wissenschaft und Verbänden hatten über das Phänomen der Walstrandungen und mögliche Ursachen diskutiert.

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Quelle:  Handelsblatt Online
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