Polen: Regierungsnaher Ökonom wird neuer Zentralbankchef

Polen: Regierungsnaher Ökonom wird neuer Zentralbankchef

, aktualisiert 06. Mai 2016, 13:51 Uhr
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Der neue Zentralbankmanager hat bereits signalisiert, dass er den rekordniedrigen Leitzins in den kommenden Monaten nicht antasten möchte.

Quelle:Handelsblatt Online

Die polnische PiS sieht sich seit ihrer Regierungsübernahme massiver Kritik ausgesetzt. Dabei geht es um Eingriffe in den Mediensektor und das Rechtssystem. Nun rückt ein regierungsnaher Ökonom an die Zentralbank-Spitze.

WarschauIn Polen rückt der regierungsnahe Zentralbankmanager Adam Glapinski auf den Chefposten auf. Der am Freitag von Staatspräsident Andrzej Duda mit dem Amt betraute Ökonom gilt als Vertrauter des Chefs der Regierungspartei PiS, Jaroslaw Kaczynski. Glapinski hatte sich im Februar aus dem über die Zinspolitik entscheidenden geldpolitischen Rat der Zentralbank zurückgezogen und auf einen Posten im Verwaltungsrat (NBP) beschränkt.

Der 66-Jährige wird Nachfolger des scheidenden Zentralbankchefs Marek Belka. Dessen Amtszeit endet am 11. Juni. Glapinski hat bereits signalisiert, dass er den rekordniedrigen Leitzins in den kommenden Monaten nicht antasten möchte.

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Die euroskeptische Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) sieht sich seit ihrer Regierungsübernahme im Oktober zum Teil massiver Kritik aus der EU, den USA und von Rechtstaats-Verteidigern aus der Zivilgesellschaft ausgesetzt. Im Zentrum standen dabei Regierungseingriffe in den Mediensektor und in das Rechtssystem, die nach Auffassung von Kritikern die Position der Regierung gegen Kritiker gezielt stärkte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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