
HB KUNDUS. Bundeswehr-Soldaten haben am Sonntag in der nordafghanischen Stadt Kundus nach Polizeiangaben einen Afghanen erschossen. Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam hat dies bestätigt. Es gebe noch keine Informationen darüber, ob der Afghane ein Aufständischer gewesen sei, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Nach Angaben der Polizei in Kundus wurde ein weiterer afghanischer Zivilist verletzt.
Der Polizeichef der Provinz Kundus, Mohammad Rasak Jakubi, sagte, der Wagen mit den Männern sei in hoher Geschwindigkeit auf Bundeswehr-Fahrzeuge zugefahren und habe trotz aller Warnsignale der Soldaten nicht angehalten. Die Soldaten hätten daraufhin das Feuer eröffnet. Die Bundeswehr bestätigte den Vorfall. Bundeswehr-Sprecher Jürgen Mertins sagte, die afghanische Polizei ermittele, ob es sich um Aufständische gehandelt habe.
Mertins sagte, die Soldaten hätten eine Warnung über einen geplanten Selbstmordanschlag erhalten und einen Checkpoint errichtet.
Daraufhin habe sich eine Autoschlange gebildet, aus der ein Wagen ausgeschert und mit hoher Geschwindigkeit auf die Truppen zugefahren sei. Trotz Handzeichen und Warnschüssen habe der Fahrer nicht angehalten. Daraufhin hätten Soldaten das Feuer auf den Wagen eröffnet. Zwei Insassen seien verletzt worden, von denen einer nach Auskunft des zivilen Krankenhauses in Kundus später gestorben sei.












