60. Geburtstag: Israel sorgt sich um seine Bildung

60. Geburtstag: Israel sorgt sich um seine Bildung

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Bildungsnotstand bei Israels Jugend

Zum 60. Geburtstag des Staates Israel plagt Politiker und Ökonomen die Sorge um das jahrelang vernachlässigte Bildungssystem.

Staat und Gesellschaft in Israel feiern sich in diesem Monat mit Leidenschaft. Der 60. Jahrestag der Gründung des jüdischen Staates ist der Anlass. Der – trotz wachsender Bedrohung durch die iranische Aufrüstung – anhaltende wirtschaftliche Erfolg der Grund.

Die Israelis, an militärische Siege gewöhnt, feiern derzeit einen ökonomischen Sieg. Sie sind aufgestiegen in die erste Liga der globalisierten Wirtschaft. Und das ohne nennenswerte Bodenschätze, mit einer Bevölkerung, die seit 1948 von einer halben auf über sieben Millionen Menschen angewachsen ist, trotz des menschlichen Leids und der finanziellen Belastung durch Terror-Abwehr, eines schier endlosen Krieges mit den arabischen Nachbarn und einer ökonomischer Isolierung in der Region.

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Israel erwirtschaftete im vergangenen Jahr ein Bruttoinlandsprodukt von fast 29.000 Dollar pro Kopf. Damit erreicht es das Niveau der südeuropäischen EU-Staaten. Dank einer immer noch stark wachsenden Bevölkerung nimmt auch die Wirtschaftsleistung seit dem Ende des letzten gewalttätigen Palästinenseraufstands 2003 stetig um fünf bis sechs Prozent pro Jahr zu. 7,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gehen den offiziellen Angaben zufolge in Militärausgaben, aber das ist keineswegs Weltrekord. Dagegen bedeutet ein BIP-Anteil von 4,8 Prozent für Forschung und Entwicklung einsame Weltspitze – Schweden folgt mit 0,9 Prozentpunkten weniger auf Platz zwei, Deutschland liegt mit 2,5 Prozent weit dahinter auf Rang acht unter den OECD-Ländern.

Nasdaq, Nobelpreis, Export, Investitionen: Israel top

An der New Yorker Technologiebörse Nasdaq bilden israelische Unternehmen nach den USA das zweitgrößte Kontingent eines einzelnen Landes. Pro Kopf der Bevölkerung haben die Israelis seit 2001 mehr Nobelpreise gewonnen als jede andere Nation. Der israelische Export wächst mit zweistelligen Jahresraten; High Tech hat Rohdiamanten und Zitrusfrüchte längst als wichtigste Ausfuhrgüter abgelöst. Wachsende Direkt- und Aktieninvestitionen von Ausländern haben den Wert der Landeswertung Schekel nicht nur gegenüber dem schwachen Dollar, sondern auch gegenüber dem starken Euro deutlich erhöht, seit Beginn dieses Jahres um fast sieben Prozent. Was der weltweiten Nachfrage nach den Ingenieurleistungen und Forschungsergebnissen aus Israel bisher nicht schadet, im Gegenteil.

Ein Punkt nur trübt die Freude. Seit einigen Monaten sorgen sich führende israelischen Ökonomen, Politiker und Unternehmer um einen sich derzeit beängstigend verknappenden Rohstoff: der heute noch sehr hohen Qualifikation israelischer Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker. Darauf sind die Innovationszentren der israelischen Wirtschaft – von den großen Intel- und SAP-Ablegern bis hin zu den vielen im Land selbst gegründeten High-Tech-Unternehmen – dringend angewiesen.

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