Abkommen mit den USA: Putin hält an waffenfähigem Plutonium fest

Abkommen mit den USA: Putin hält an waffenfähigem Plutonium fest

, aktualisiert 03. Oktober 2016, 15:52 Uhr
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Der russische Präsident beendet ein Abkommen mit den USA.

Quelle:Handelsblatt Online

Wegen „unfreundlicher Akte“ der US-Regierung will Russlands Präsident Putin ein Abkommen mit den USA aufkündigen. Nach Auskunft eines Kreml-Sprechers soll der Rohstoff für Atomsprengköpfe nicht vernichtet werden.

MoskauRussland hat ein Abkommen mit den USA zur Beseitigung waffenfähigen Plutoniums ausgesetzt. Präsident Wladimir Putin habe ein entsprechendes Dekret für die seit 2010 geltende Vereinbarung unterzeichnet, teilte ein Kreml-Sprecher am Montag in Moskau mit. Gründe seien „unfreundliche Akte“ der US-Regierung sowie die mangelnde Umsetzung des Abkommens durch die USA.

Nach dem 2000 unterzeichneten, aber erst 2010 in Kraft gesetzten Vertrag verpflichten sich beide Atommächte, jeweils 34 Tonnen waffenfähigen Plutoniums durch eine Nutzung in Atomkraftwerken zu vernichten. Die frühere US-Außenministerin Hillary Clinton hatte damals davon gesprochen, dass mit dem Material rund 17.000 Atomsprengköpfe gebaut werden könnten. Die Kosten für die Beseitigung des Plutoniums waren anfangs auf 5,7 Milliarden Dollar geschätzt worden, sollen aber heute wesentlich höher liegen.

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Welche „unfreundlichen“ Akte der USA gemeint sind, sagte der Kreml-Sprecher nicht. Beide Regierungen streiten derzeit aber heftig über die richtige Syrien- und Ukraine-Politik. Russland unterstützt die syrische Regierung und die prorussischen Rebellen in der Ostukraine und versorgt beide mit Waffen. Die USA wiederum stehen im Syrien-Krieg auf der Seite einiger Rebellengruppen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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