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16.01.2013

Abu Dhabi: Altmaiers Energiewende-Club

Bundesumweltminister Peter Altmaier will mit einer Koalition aus Vorreiter-Staaten den Ausbau von Wind- und Solarparks weltweit vorantreiben - dabei setzt er vor allem auf China. Diese Länder sind mit von der Ökopartie.

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Ein Mann geht am 10.01.2013 in Berlin an einem Werbeplakat mit der Aufschrift "Höchste Zeit, dass sich was ändert!" vorbei. Quelle: dpa
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Deutschland

Deutschland geht in puncto Energiewende mit gutem Beispiel voran: ein Drittel aller installierten Solaranlagen und rund ein Neuntel der aufgestellten Windräder befinden sich in der Bundesrepublik. Die deutschen Windparks lieferten im Jahr 2011 insgesamt 2085 Megawatt Strom.

Nun sucht Bundesumweltminister Peter Altmaier bei der Vollversammlung der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (IRENA) in Abu Dhabi nach Verbündeten für seinen geplanten "Club der Energiewendestaaten." Bei der IRENA sind insgesamt 159 Staaten registriert, zu der elitären Clubmitglieder-Suche sind allerdings nur wenige geladen.

Altmaier hat bei dem Club auch die Außenwirtschaftspolitik im Sinn: Ein Vorreiter-Bündnis dürfte Unternehmen neue Absatzmärkte bescheren. Beim Export von Konzepten zum Ausbau erneuerbarer Energien könnten auch Konzerne wie RWE oder Eon profitieren, wenn sie entsprechend umsteuern. In Deutschland wird ihre Macht bei immer mehr Energiegenossenschaften und starken Stadtwerken schrumpfen. "Es gibt eine Aufbruchsstimmung", konstatiert Eicke Weber, Direktor des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme mit Blick auf Abu Dhabi. Altmaiers Suche nach Mitstreitern sei aber auch innenpolitisch motiviert. "Es geht bei dieser Idee natürlich auch darum, die politische Unterstützung für die Energiewende in Deutschland zu verstärken." Aber unabhängig davon werde es in der ganzen Welt sehr aufmerksam verfolgt, wenn Länder bereit seien aufzustehen, ihren Namen herzugeben und zu sagen: "Wir sind dabei."

Bild: dpa
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