Ägypten: Behörden geben Überreste von Egyptair-Opfern frei

Ägypten: Behörden geben Überreste von Egyptair-Opfern frei

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Ägypten: Behörden geben Überreste von Egyptair-Opfern frei

Im Mai stürzte die Passagiermaschine der Fluggesellschaft Egyptair ins östliche Mittelmeer. Die Ursache ist immer noch unklar. Nun gaben die Behörden in Kairo die Leichen der Opfer frei.

Mehr als ein halbes Jahr nach dem Absturz einer Egyptair-Maschine über dem Mittelmeer haben die ägyptischen Behörden die Überreste der Opfer freigegeben. Der Generalstaatsanwalt habe die Überführung an die Familien angeordnet, berichtete die ägyptische Zeitung Al-Ahram am Samstag in ihrer Online-Ausgabe. Am Donnerstag hatten die Behörden bekanntgegeben, an den Überresten einiger Opfer seien Sprengstoffspuren gefunden worden.

Das französische Außenministerium begrüßte die Entscheidung in einer Mitteilung. Es sei eine Entscheidung, auf die die Familien der Opfer lange gewartet hätten. Unter den 66 Toten sind auch 15 Franzosen. Die französischen Behörden hoffen, dass die Überreste jetzt schnell übergeben werden.

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Unter den Familien der französischen Opfer hatte es wegen der ausbleibenden Freigabe und der Behandlung der Leichen Unverständnis gegeben.

Hinweise auf Anschlag Sprengstoffspuren an Opfern von Egyptair-Absturz

Bei dem Absturz einer Egyptair-Maschine im Mai kamen 66 Menschen ums Leben. Ein Anschlag wurde damals rasch ausgeschlossen. Nun haben Ermittler Spuren von Sprengstoff an Opfern gefunden.

Die Egyptair-Maschine war am 19. Mai auf dem Weg von Paris nach Kairo verschwunden. Alle 66 Menschen an Bord kamen ums Leben. Quelle: dpa

Trotz der gefundenen Sprengstoffspuren ist unklar, warum die Maschine auf dem Flug von Paris nach Kairo ins Mittelmeer stürzte. Erste Auswertungen der Stimmrekorder hatten ergeben, dass sich in einer der Toiletten und im Bereich der Bordelektronik Feuer ausgebreitet hatte. Auch die Untersuchung von Wrackteilen deutete darauf hin, dass der vordere Teil des Flugzeugs großer Hitze und dichtem Rauch ausgesetzt gewesen war.

Ägypten wurde in den vergangenen Monaten mehrmals Schauplatz von Vorfällen mit Flugzeugen. Ein weiterer Absturz bleibt weiterhin offiziell ungeklärt: Ende Oktober vergangenen Jahres war ein russischer Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel abgestürzt. 224 Menschen waren gestorben. Obwohl Staatspräsident Abdel Fattah Al-Sisi den Absturz, den die Terrormiliz IS für sich beanspruchte, bereits indirekt als Anschlag bezeichnete, fehlt nach wie vor ein offizieller Untersuchungsbericht.

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