Ägypten: Russische Urlauber müssen ohne Gepäck nach Hause fliegen

Ägypten: Russische Urlauber müssen ohne Gepäck nach Hause fliegen

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Tausende russische Reisende wurden aus Ägypten ausgeflogen.

Die in Ägypten gestrandeten russischen Urlauber müssen beim Rücktransport in die Heimat zunächst auf ihr Gepäck verzichten. Mehrere Airlines schickten für den Rücktransport der Menschen leere Maschinen.

„Die Touristen aus Russland werden ohne Koffer nach Hause gebracht“, sagte der Chef der Tourismusbehörde, Oleg Safonow, am Samstag in Moskau. Lediglich Handgepäck sei erlaubt. Berichten zufolge deuten immer mehr Hinweise darauf hin, dass ein Anschlag - möglicherweise eine an Bord versteckte Bombe - den Airbus A321 der sibirischen Airline Kolavia vor einer Woche zum Absturz gebracht haben könnte.

Flugzeugunglücke der vergangenen Jahre

  • März 2015

    Eine Germanwings-Maschine zerschellt auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf in den französischen Alpen. Alle 150 Menschen an Bord kommen dabei ums Leben. Der Copilot hatte den Ermittlern zufolge den Autopiloten so manipuliert, dass das Flugzeug vom Typ Airbus A320 abstürzte.

  • Dezember 2014

    Ein Airbus A320 der AirAsia stürzt auf dem Weg von Indonesien nach Singapur in die Javasee vor Borneo. Alle 162 Menschen an Bord kommen ums Leben.

  • Juli 2014

    Beim Absturz einer Passagiermaschine der Malaysia Airlines über der Ostukraine kommen alle 298 Insassen ums Leben. Eine niederländische Untersuchungskommission kommt zu dem Schluss, dass die Boeing 777 von einer Boden-Luft-Rakete abgeschossen wurde.

  • Juli 2014

    Beim Absturz eines Passagierflugzeugs in Mali sterben alle 116 Menschen an Bord, darunter vier Deutsche. Das Flugzeug vom Typ MD83 war von Ouagadougou (Burkina Faso) nach Algerien unterwegs.

  • März 2014

    Eine Boeing der Fluggesellschaft Malaysia Airlines auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking mit 239 Menschen an Bord verschwindet kurz nach dem Start vom Radar, MH370 wird zu einem der größten Rätsel der Luftfahrtgeschichte. Bisher wurde nur ein Wrackteil gefunden.

Bei dem Unglück kamen 224 Menschen ums Leben. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Freitag sämtliche Flüge zwischen Russland und Ägypten einstellen lassen. Die russische Tourismusbehörde geht inzwischen davon aus, dass rund 80.000 russische Urlauber in Ägypten festsitzen. Mehrere Airlines schickten für den Rücktransport der Menschen leere Maschinen in das Land am Nil.

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Eine Aeroflot-Maschine mit 86 Passagieren an Bord hatte am Samstagmorgen den Flughafen Kairo in Richtung Moskau verlassen. Eigentlich seien 199 Menschen auf die Maschine gebucht gewesen, sagte ein Flughafensprecher. Die übrigen Reisenden hätten sich aber geweigert einzusteigen, weil sie wegen der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen ausschließlich Handgepäck hätten mitnehmen dürfen.

Um das in Ägypten zurückgebliebene Gepäck soll sich der Zivilschutz kümmern. Die Behörde teilte der Agentur Tass zufolge mit, sie schicke Transportflugzeuge in die ägyptischen Badeorte Scharm el Scheich und Hurghada.

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