Afghanistan: IS reklamiert Angriff auf Kabuler TV-Sender für sich

Afghanistan: IS reklamiert Angriff auf Kabuler TV-Sender für sich

, aktualisiert 07. November 2017, 12:39 Uhr
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Soldaten helfen einem Mann das Gelände des TV-Senders Schamschad zu verlassen. Unbekannte haben in der afghanischen Hauptstadt den TV-Sender angegriffen.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat den Angriff auf den großen afghanischen TV-Sender Schamschad für sich reklamiert. Bei dem Angriff am Dienstag seien mindesten zwei Menschen gestorben, heißt es von offizieller Seite.

Kabul Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat den Angriff auf den großen afghanischen TV-Sender Schamschad für sich reklamiert. In einer Meldung über sein Sprachrohr Amak hieß es, Kämpfer des IS hätten etwa 20 Menschen getötet, darunter Schutzpersonal und Angestellte des Senders. Der Sprecher des Innenministeriums Nadschib Danisch bestätigte bislang zwei Tote - eine weibliche Angestellte des Senders und ein Wächter seien tot.

Knapp drei Stunden nach Beginn des Angriffs nahm der Sender sein Programm wieder auf, um als erster über das Ende des Angriffs auf das eigene Haus zu berichten. Die Fernsehbilder zeigten unter anderem Angestellte, die offenbar wieder an ihre Arbeitsplätze zurückgekehrt waren, während noch Spezialkräfte im Haus waren. Der Chef der Kabuler Kriminalpolizei, Mohammed Salim Almas, sagte, Sicherheitskräfte seien noch dabei, das Haus zu durchkämmen. „Wir wissen nicht, ob sich nicht noch Aufständische in den oberen Stockwerken verstecken.“

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Gegen 10.45 Uhr am Morgen (Ortszeit) hatte sich offenbar zuerst ein Selbstmordattentäter am Tor des Senders in die Luft gesprengt. Dann waren laut Polizei „zwei oder drei Angreifer“ in das Haus gerannt. Viele Angestellte hatten sich retten können, indem sie aus den Fenstern und über die Außenmauern sprangen.

Quelle:  Handelsblatt Online
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