Afghanistan: Mehrere Tote nach Explosion auf US-Stützpunkt

Afghanistan: Mehrere Tote nach Explosion auf US-Stützpunkt

, aktualisiert 12. November 2016, 09:18 Uhr
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Mehrere Soldaten verlassen einen Helikopter auf der US-Luftbasis Bagram. Der Stützpunkt wurde Ziel eines Anschlags.

Quelle:Handelsblatt Online

Bei einem Anschlag auf die US-Luftbasis Bagram sind mehrere Menschen getötet worden, viele weitere verletzt. Bereits am Freitag explodierte eine Bombe im deutschen Konsulat. Die Taliban bekannten sich zu beiden Taten.

KabulZwei Tage nach dem Anschlag auf das deutsche Generalkonsulat in Masar-i-Scharif ist es am Samstag auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Bagram in Zentralafghanistan zu einer schweren Explosion gekommen. Nach Angaben lokaler afghanischer Behörden wurden dabei mindestens 4 Menschen getötet und 14 weitere verletzt. Im Kurznachrichtendienst Twitter bekannten sich die radikal-islamischen Taliban zu der Explosion. Ein Sprecher der Islamisten, Sabihullah Mudschahid, erklärte, es habe sich um einen Selbstmordanschlag gehandelt.

Die Nato, die in Afghanistan mit der Ausbildungsmission „Resolute Support“ im Einsatz ist, sprach in einer Mitteilung von einer nicht näher genannten Zahl von Opfern. Aus der Mitteilung ging nicht hervor, ob es sich um einen Unfall oder einen Anschlag handelt.

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Medienberichten zufolge soll sich ein Mann, der als Arbeiter getarnt war, Zugang zu der Basis verschafft und dort eine Sprengstoffweste gezündet haben. Die Verletzten würden medizinisch versorgt und die Umstände der Explosion untersucht, teilte die Nato-Mission, deren Auftrag die Ausbildung und Beratung afghanischer Sicherheitskräfte ist, weiter mit.

„Es hat Opfer gegeben“, heißt es in einer in Kabul verbreiteten Mitteilung von „Resolute Support“. Die Explosion habe sich am Morgen gegen 5.30 Uhr Ortszeit ereignet. Medizinische Teams und zusätzliche Sicherheitsverbände seien im Einsatz. Bagram ist der größte Stützpunkt der US-Truppen in Afghanistan. Dort befindet sich auch das Hauptquartier der US-Streitkräfte in Afghanistan. Gegenwärtig sind noch knapp 10.000 US-Soldaten im Land.

Erst in der Nacht zum Freitag wurden bei einem schweren Anschlag auf das deutsche Konsulat in Masar-i-Scharif mindestens vier Afghanen getötet und 120 verletzt. Die 20 Mitarbeiter des Konsulats überstanden das Attentat unverletzt. Die Taliban bezeichneten den Anschlag als Vergeltung für einen US-Luftangriff nahe Kundus vergangene Woche, bei dem mehr als 30 Zivilisten getötet worden waren. Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit dem Ende des Nato-Kampfeinsatzes 2014 drastisch verschlechtert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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