Afrika-Reise: Kenia trifft Sicherheitsvorkehrungen für Obama

Afrika-Reise: Kenia trifft Sicherheitsvorkehrungen für Obama

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Obama wird erwartet: Sein Besuch in Kenia, dem Geburtsland seines Vaters, ist der erste eines amtierenden US-Präsidenten.

Der US-Staatschef besucht in Afrika Kenia und Äthiopien. In der kenianischen Hauptstadt ist die Polizei angesichts des hohen Besuchs in höchster Alarmbereitschaft. Das Land war häufig Ziel radikalislamischer Extremisten.

US-Präsident Barack Obama ist zu einer viertägigen Reise nach Kenia und Äthiopien aufgebrochen. Am Freitag wollte er in der kenianischen Hauptstadt Nairobi an einem Treffen mit Unternehmern teilnehmen, zudem waren Gespräche mit Präsident Uhuru Kenyatta geplant. Vor Ort wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen für den Schutz des amerikanischen Staatschefs getroffen. Kenia war häufig Ziel der radikalislamischen Al-Shabaab-Miliz aus dem Nachbarland Somalia.

Vor der erwarteten Ankunft Obamas am Freitagabend patrouillierten zahlreiche Sicherheitskräfte durch Nairobi. US-Militärhelikopter kreisten über der Stadt. Wichtige Straßen sollten vorübergehend gesperrt werden. Behördenangaben zufolge wird auch der internationale Flughafen bei Obamas Landung und seinem Abflug geschlossen sein. Der Mobilfunkbetreiber Safaricom warnte vor möglichen Störungen während des Besuchs der „am stärksten beschützten Person der Welt“.

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Afrika-Reise Kenianer freuen sich auf Obama

Die Kenianer sind im Obama-Fieber. Kein Wunder, schließlich wurde der Vater des US-Präsidenten in Kenia geboren. Für Obama steht aber keine Fortsetzung seiner Identitätssuche auf dem Programm, sondern harte Realpolitik.

„Willkommen zu Hause, Sir“ steht auf einer der Torten, die Kenianer zur Begrüßung des US-Präsidenten Obama gebacken haben. Quelle: dpa

Obamas Besuch in Kenia, dem Geburtsland seines Vaters, ist der erste eines amtierenden US-Präsidenten. Am Sonntag wird er als erster US-Staatschef in Äthiopien erwartet, wo er mit Ministerpräsident Hailemariam Desalegn zusammentreffen will. Zudem ist eine Ansprache Obamas vor Delegierten der Afrikanischen Union geplant, die in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba ihren Sitz hat.

Das Weiße Haus sprach vor Obamas Reise von einer wichtigen Chance, Handel und Investitionen in Afrika zu fördern. Zugleich könne der US-Präsident vor Ort mit wichtigen Verbündeten den Kampf gegen den islamistischen Extremismus abstimmen. Washington und Nairobi gehen gemeinsam gegen die Al-Shabaab-Miliz vor, die auch für mehrere Anschläge in Kenia verantwortlich ist.

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In einem Interview der BBC machte sich Obama zudem für die Rechte der Homosexuellen in Afrika stark. Er widerspreche dem kenianischen Vizepräsidenten William Ruto, der die Gleichstellung in den USA kritisiert habe, sagte Obama. Die Achtung der Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen habe den gleichen Stellenwert wie Frauen- und Bürgerrechte sowie Religionsfreiheit.

Vor Obamas Reise wurde Kritik von Aktivisten und Menschenrechtsgruppen laut. Zwar seien Kenia und Äthiopien mit echten Sicherheitsbedrohungen konfrontiert, doch gebe das harsche Vorgehen der Regierungen beider Länder gegen Bürger und Medien Anlass zur Sorge, schrieben Human Rights Watch, andere Organisationen und Experten in einem Brief an Obama.

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