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Agenda der G20: Welche neuen Regeln die G20 für die Finanzwelt diskutieren

von Michael Detering

Der G20-Gipfel geht mit seinen Beratungen über neue Finanzmarktregeln in die Schlussrunde. Am Nachmittag soll es eine Abschlusserklärung geben. wiwo.de verrät, worüber hinter verschlossenen Türen verhandelt wird.

Der britische Premierminister Quelle: REUTERS
Der britische Premierminister Gordon Brown begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum G20-Gipfel. Quelle: REUTERS

Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Wirtschaftsnationen beraten heute beim G20-Gipfel, wie sich künftig Finanzkrisen besser verhindern lassen. Vorschläge gibt es viele, doch welche Maßnahmen werden auf dem Gipfel konkret diskutiert?

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Einer der wichtigsten Punkte auf dem G20-Gipfel ist eine strengere Aufsicht der Finanzmärkte. Allerdings ist schon jetzt klar, dass es dafür keine starke Weltfinanzaufsichtsbehörde geben wird – eine solche Institution würden die USA, aber auch viele andere Länder nicht akzeptieren.

Vielmehr planen die G20-Staaten, nur die Beobachtung der weltweiten Finanzmärkte auf internationale Ebene zu verlagern – die internationalen Gremien sollen also nur eine Art Frühwarnsystem darstellen. Das Einschreiten bei Fehlentwicklungen bleibt nach wie vor Sache der nationalen Aufsichtsbehörden und hängt somit stark vom politischen Willen vor Ort ab.

Der IWF soll die Finanzmärkte unter die Lupe nehmen

Die internationalen Gremien, die die Finanzmärkte stärker beaufsichtigen sollen, gibt es größtenteils bereits. Sie sollen nun ausgebaut werden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und das bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel angesiedelte Finanzielle Stabilitätsforum (FSF) spielen dabei die zentrale Rolle. Sie sollen regelmäßig Treffen organisieren, auf denen sich Experten über die größten Risiken austauschen.

Nach den Vorschlägen der zuständigen G20-Arbeitsgruppe soll zudem das bereits 1999 von IWF und Weltbank gestartete Financial Sector Assessment Program (FSAP) gestärkt werden, das die nationalen Finanzmärkte strenger überprüfen und Berichte über deren Stabilität erstellen soll.

Erstmals Regeln für die Ratingagenturen

Mit einschneidenden Maßnahmen auf dem G20-Gipfel müssen die Ratingagenturen rechnen. Für sie soll es künftig erstmals weltweite Regeln geben.

Ratingagenturen sind wichtige Player auf den globalen Finanzmärkten. Die Noten, die sie für die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen und Staaten vergeben, haben großen Einfluss auf die Entscheidung der Anleger. Die drei dominierenden US-Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch sind im Rahmen der Finanzkrise stark in die Kritik geraten, weil sie auch für Ramschpapiere Bestnoten verteilt haben.

Durch eine bessere Kontrolle soll dies in Zukunft verhindert werden. Auch hier werden die Grundsätze wahrscheinlich auf internationaler Ebene festgelegt, die Aufsicht soll aber weiterhin durch nationale Behörden erfolgen. Die Einzelheiten der strengeren Regulierung sind bisher aber völlig unklar.

Auf Seite 2: Die Banken sollen mehr Eigenkapital vorhalten und die bisherigen Bonussysteme werden nicht mehr akzeptiert

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3 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 03.04.2009, 10:09 UhrAnonymer Benutzer: PKK

    Strengere Regelen, dass ich nicht lache. Gestern hat der FASb die Regeln für die bewertung der "toxischen" Papiere geändert und zwar ab ii.Quartal 2009. Steinbrück komm rein in die Karre, anschnallen, die Rallye geht weiter.
    Wette, die Wende bei den amerikanischen banken beginnt im ii Quartal. So einfach geht das, in London Wasser predigen, in NY geht jetzt der Champagner aus. Umbewerten und es geht weiter.
    Finanzkriese? Was denn für eine Finanzkrise, schaut die bilanzen glänzen wieder Fett. Wo bleiben eigentlich meine boni???

  • 02.04.2009, 22:02 UhrAnonymer Benutzer: "Frühwarnsystem" ?

    Glauben die ernsthaft, die könnten im Vorfeld Finanzkrisen oder Anlageblasen vorhersagen ? in meinen Augen ist das blanker Größenwahn. Wo waren denn all diese klugen Wirtschaftsprüfer vor der Finanzkrise ? Ja, sie haben ständig geprüft, aber den Wald vor lauter bäumen nicht geshen.

    Wenn alle banken sich kurzfristg Geld leihen und langfristig anlegen, wird irgendwann etwas schief gehen, denn die Wertentwicklung der langfristigen Anlage ist im freien schlicht unverhersehbar. Die glauben aber noch an den Weihnachtsmann und an das "Gesetz der großen Zahlen". Danach brechen niemals alle Anlagewerte gleichzeitig ein und es kommen auch nie alle Kunden gleichzeitig und wollen das längst verliehene Geld abheben.

    Keine Regulierung der Welt wird das jemals ändern. Das schlimme iist, die Teilnehmer am G20 Gipfel wissen das eigentlich ganz genau...

  • 02.04.2009, 16:17 UhrAnonymer Benutzer: d

    schöön

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