Agenda der G20: Welche neuen Regeln die G20 für die Finanzwelt diskutieren

Agenda der G20: Welche neuen Regeln die G20 für die Finanzwelt diskutieren

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Der britische Premierminister Gordon Brown begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel zum G20-Gipfel.

Der G20-Gipfel geht mit seinen Beratungen über neue Finanzmarktregeln in die Schlussrunde. Am Nachmittag soll es eine Abschlusserklärung geben. wiwo.de verrät, worüber hinter verschlossenen Türen verhandelt wird.

Die Staats- und Regierungschefs der 20 führenden Wirtschaftsnationen beraten heute beim G20-Gipfel, wie sich künftig Finanzkrisen besser verhindern lassen. Vorschläge gibt es viele, doch welche Maßnahmen werden auf dem Gipfel konkret diskutiert?

Einer der wichtigsten Punkte auf dem G20-Gipfel ist eine strengere Aufsicht der Finanzmärkte. Allerdings ist schon jetzt klar, dass es dafür keine starke Weltfinanzaufsichtsbehörde geben wird – eine solche Institution würden die USA, aber auch viele andere Länder nicht akzeptieren.

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Vielmehr planen die G20-Staaten, nur die Beobachtung der weltweiten Finanzmärkte auf internationale Ebene zu verlagern – die internationalen Gremien sollen also nur eine Art Frühwarnsystem darstellen. Das Einschreiten bei Fehlentwicklungen bleibt nach wie vor Sache der nationalen Aufsichtsbehörden und hängt somit stark vom politischen Willen vor Ort ab.

Der IWF soll die Finanzmärkte unter die Lupe nehmen

Die internationalen Gremien, die die Finanzmärkte stärker beaufsichtigen sollen, gibt es größtenteils bereits. Sie sollen nun ausgebaut werden. Der Internationale Währungsfonds (IWF) und das bei der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel angesiedelte Finanzielle Stabilitätsforum (FSF) spielen dabei die zentrale Rolle. Sie sollen regelmäßig Treffen organisieren, auf denen sich Experten über die größten Risiken austauschen.

Nach den Vorschlägen der zuständigen G20-Arbeitsgruppe soll zudem das bereits 1999 von IWF und Weltbank gestartete Financial Sector Assessment Program (FSAP) gestärkt werden, das die nationalen Finanzmärkte strenger überprüfen und Berichte über deren Stabilität erstellen soll.

Erstmals Regeln für die Ratingagenturen

Mit einschneidenden Maßnahmen auf dem G20-Gipfel müssen die Ratingagenturen rechnen. Für sie soll es künftig erstmals weltweite Regeln geben.

Ratingagenturen sind wichtige Player auf den globalen Finanzmärkten. Die Noten, die sie für die Zahlungsfähigkeit von Unternehmen und Staaten vergeben, haben großen Einfluss auf die Entscheidung der Anleger. Die drei dominierenden US-Agenturen Moody’s, Standard & Poor’s und Fitch sind im Rahmen der Finanzkrise stark in die Kritik geraten, weil sie auch für Ramschpapiere Bestnoten verteilt haben.

Durch eine bessere Kontrolle soll dies in Zukunft verhindert werden. Auch hier werden die Grundsätze wahrscheinlich auf internationaler Ebene festgelegt, die Aufsicht soll aber weiterhin durch nationale Behörden erfolgen. Die Einzelheiten der strengeren Regulierung sind bisher aber völlig unklar.

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