AKW-Katastrophe: Abschalten von Fukushima dauert 40 Jahre

AKW-Katastrophe: Abschalten von Fukushima dauert 40 Jahre

, aktualisiert 21. Dezember 2011, 08:38 Uhr
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Experten zufolge sind die Reaktoren weiterhin anfällig für Katastrophen.

Quelle:Handelsblatt Online

Erdbeben und Tsunami haben die Atomkraftwerke in Fukushima fast vollständig zerstört. Für die sichere Abschaltung plant die Regierung 40 Jahre ein. Doch zunächst soll der Betreiber verstaatlicht werden.

TokioDie japanische Regierung plant für die vollständige und sichere Abschaltung des von Erdbeben und Tsunami schwer beschädigten Atomkraftwerks Fukushima 40 Jahre ein. Handelsminister Yukio Edano sagte am Mittwoch in Tokio, die Regierung wolle das Konzept entschieden und sicher abarbeiten und dabei auch die Ansichten der mehr als 100.000 Anwohner berücksichtigen, die wegen des GAUs ihre Häuser verlassen mussten.

Der Plan wurde wenige Tage nach der Erklärung der Regierung veröffentlicht, die Anlage sei stabil. Experten zufolge sind die Reaktoren weiterhin anfällig für zukünftige Katastrophen.

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Einem Zeitungsbericht zufolge plant die japanische Regierung die Übernahme von mehr als zwei Dritteln der Anteile des Energieunternehmens Tokyo Electric Power. Das würde faktische eine Verstaatlichung des Betreibers des Kernkraftwerkes Fukushima bedeuten. Die Zeitung „Yomiuri“ berichtete am Mittwoch weiter, der Staat wolle eine Billion Yen (12,7 Milliarden Dollar) in das Unternehmen einbringen.

Außerdem würden Banken gebeten, dieselbe Summe an Krediten zur Verfügung zu stellen. Das Blatt berief sich dabei auf Personen, die mit der Angelegenheit vertraut seien. Eine Tepco-Sprecherin sagte, der Bericht entspreche nicht den Tatsachen.

Der Zeitung zufolge sollen die konkreten Verhandlungen im nächsten Jahr beginnen und bis März abgeschlossen sein. Eine Verstaatlichung des Unternehmens war seit dem Unglück im Atomkraftwerk Fukushima immer wieder im Gespräch gewesen. Die Reaktoren des Kraftwerks waren nach dem Tsunami im März außer Kontrolle geraten. In mindestens einem kam es zu einer Kernschmelze. Tepco sieht sich mit hohen Entschädigungszahlungen und Kosten für die Dekontaminierung verstrahlter Gebiete konfrontiert.

Quelle:  Handelsblatt Online
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