Angela Merkel in Afrika: "Rückzugsorte für Terrorgruppen beseitigen"

Angela Merkel in Afrika: "Rückzugsorte für Terrorgruppen beseitigen"

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Angela Merkel: Rückzugsorte für Terrorgruppen in Afrika beseitigen

Zum Abschluss ihrer Afrikareise ist Bundeskanzlerin Angela Merkel mit militärischen Ehren in Äthiopien empfangen worden. Merkel traf sich in Addis Abeba mit Politikern, aber auch mit Vertretern der Zivilgesellschaft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) setzt auf stabilere staatliche Strukturen in Afrika, um Terrorgruppen den Boden zu entziehen. Dies sei wichtig, um rechtsfreie Räume und Rückzugsorte zu beseitigen, sagte Merkel am Dienstag zur Eröffnung eines neuen Gebäudes der Afrikanischen Union in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Um grenzüberschreitend agierende Milizen zu bekämpfen, sollten sich Staaten auch regional zusammenschließen.

Merkel warnte, dass insbesondere junge Afrikaner oft mit völlig falschen Vorstellungen über das Mittelmeer nach Europa kommen wollten. „Sie nehmen einen lebensgefährlichen Weg in Kauf, ohne zu wissen, was sie erwartet und ob sie überhaupt bleiben können.“ Der Menschenhandel müsse aufhören.

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Die Kanzlerin hob die Bemühungen um eine Einheitsregierung in Libyen hervor, die auch ein Ansprechpartner Europas wäre, um ungeregelte Migration einzudämmen. Sie würdigte die afrikanische Staaten, die trotz eigener Entwicklungsprobleme den Großteil der Flüchtlinge auf dem Kontinent aufnähmen.

Angela Merkel in Afrika Sicherheit und Entwicklung gehören zusammen

Deutschland will sich mehr für Afrika engagieren - das macht die Kanzlerin auf Reisen klar. Damit Menschen in ihren Heimatländern bleiben, soll europäische Unterstützung zwei Elemente kombinieren.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird am 09.10.2016 in Bamako in Mali von Staatspräsident Ibrahim Boubacar Keita (in Weiß) mit militärischen Ehren am Flughafen begrüsst. Merkel befindet sich auf einer dreitägigen Afrikareise und besucht auch noch Niger und Äthiopien. Foto: Michael Kappeler/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Mit Blick auf die deutsche Präsidentschaft der 20 großen Industrie- und Schwellenländer (G20) kündigte die Kanzlerin für Mitte 2017 eine Konferenz in Berlin an. Schwerpunkte einer umfassenden Initiative für Afrika sollten mehr private Investitionen, der Ausbau von Verkehrs- und Energienetzen sowie eine bessere Berufsausbildung sein. „Das beste Rezept gegen Flucht und Terrorgefahr ist eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung.“

Merkel sprach anlässlich der Eröffnung eines von Deutschland mit 30 Millionen Euro finanzierten neuen Gebäudes, das den Sicherheitsrat der Afrikanischen Union beherbergt.

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