Anleihenkäufe: EZB hilft am Rentenmarkt

Anleihenkäufe: EZB hilft am Rentenmarkt

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Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet

Staatsanleihenkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) haben für etwas Beruhigung am Rentenmarkt gesorgt. Irland, Portugal und Spanien konnten sich wieder etwas günstiger Geld leihen.

Die von Investoren geforderten Risikoaufschläge (Spreads) für irische und portugiesische Staatsanleihen verringerten sich zu den vergleichbaren Bundestiteln weiter. Die Rendite zehnjähriger spanischer Anleihen fiel erstmals seit zehn Tagen zeitweise wieder unter fünf Prozent.

Auch beim Euro war eine gewisse Entspannung spürbar: die Gemeinschaftswährung notierte mit 1,3254 Dollar leicht über dem New Yorker Donnerstagsschluss. Das Nachsehen hatten dagegen die als sicherer Hafen geltenden deutschen Papiere. Der Bund-Future fiel um 32 Ticks auf 126,15 Punkte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen kletterte mit 2,887 Prozent in der Spitze auf den höchsten Stand seit Mitte Mai.

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Laut EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny haben die Währungshüter das auf dem Höhepunkt der Schuldenkrise im Mai eingeführte Ankaufprogramm in dieser Woche „lebhaft genutzt“. EZB-Präsident Jean-Claude Trichet hatte am Donnerstag angekündigt, das Programm für Bonds hoch verschuldeter Euro-Staaten fortzusetzen, sich aber mit Details bedeckt gehalten

Warnung vor Euphorie

Angesichts der Spekulationen über weitere größere EZB-Ankäufe könnte sich die Entspannung bei den Spreads der Peripherie-Anleihen Analysten zufolge zumindest kurzfristig fortsetzen. Die Experten der Commerzbank warnten allerdings, es sei noch immer noch keine großangelegte Lösung für die Schuldenkrise der Eurozone in Sicht, und die Stimmung am Markt könnte sich wieder eintrüben.

Am Devisenmarkt richteten die Anleger ihre Aufmerksamkeit ebenfalls auf die monatlichen US-Arbeitsmarktdaten. „Der Arbeitsmarkt ist ein wichtiger Indikator dafür, ob der US-Wirtschaft der Übergang von den ersten Erholungsimpulsen zu einem selbsttragenden Aufschwung gelingt“, schrieb Helaba-Analyst Ralf Umlauf. Hohe Beschäftigungszuwächse wären die Grundlage für steigende Einkommen und Konsumperspektiven, erklärte er. Sollte die Erholung am Arbeitsmarkt Fuß fassen, könnte das Händlern zufolge den Risikoappetit der Anleger wieder steigern und damit auch den Euro stützen. Leider fiel der Arbeitsmarktbericht überraschend negativ aus, so dass sich diese Hoffnung zunächst zerschlug und die Börsen wieder zur Talfahrt ansetzten.

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