Anschlag in Kabul: Taliban greifen Wohnanlage für Ausländer an

Anschlag in Kabul: Taliban greifen Wohnanlage für Ausländer an

, aktualisiert 01. August 2016, 10:13 Uhr
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Die Taliban haben sich zu einem Anschlag in Kabul bekannt. Bei der Explosion eines Lastwagens seien viele Leute getötet worden, behauptet die Terrororganisation.

Quelle:Handelsblatt Online

Wieder gab es in Kabul eine kräftige Explosion. Einzelheiten sind bisher kaum bekannt. Doch die Taliban behaupten, viele Menschen getötet zu haben.

KabulDie radikalislamischen Taliban haben nach eigenen Angaben eine Wohnanlage für Ausländer in Kabul angegriffen. Die Polizei berichtete bislang lediglich davon, dass es am frühen Montagmorgen (Ortszeit) eine heftige Explosion in der Nähe der Anlage gegeben habe. Die Detonation war in weiten Teilen der Stadt zu spüren. Ob Menschen verletzt oder getötet wurden, ist noch unklar. Das Innen- und das Verteidigungsministerium waren zunächst nicht für einen Kommentar zu erreichen.

Kabuls stellvertretender Polizeichef Gul Agha Rohani sagte, die Explosion habe sich gegen 1.25 Uhr (Ortszeit) östlich des internationalen Flughafens der afghanischen Hauptstadt nahe dem Northgate Hotel ereignet. Dort kommen oft Arbeitskräfte aus dem Ausland unter. Nähere Details nannte er nicht. Im Anschluss kam es zu größeren Stromausfällen.

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Die radikalislamischen Taliban nannten sich selbst als die Verantwortlichen für die Explosion. Ihr Sprecher Sabihullah Mudschahid teilte per E-Mail mit, dass die Aufständischen das Gasthaus angegriffen hätten. Das Hotel sei von einem mit Sprengstoff beladenen Lastwagen attackiert worden, die Opferzahlen seien hoch, schrieb er. Die Taliban sind allerdings dafür bekannt, dass sie bei den Ausmaßen ihrer Anschläge übertreiben. Offizielle Zahlen zu möglichen Opfern gab es zunächst nicht.

Bei Ausländern populäre Gasthäuser sind zu regelmäßigen Zielen der Taliban geworden. Das Northgate Hotel ist eine von vielen vorgefertigten Anlagen, die Arbeitskräften aus dem Ausland eine sichere Unterbringung anbieten. Es befindet sich nahe der Luftwaffenbasis Bagram und wurde von Aufständischen schon einmal im Juli 2013 angegriffen.

Die Explosion ereignete sich gut eine Woche nach einem verheerenden Selbstmordanschlag während einer friedlichen Demonstration in Kabul. Bei der Attacke am 23. Juli waren mehr als 80 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden. Zu dem Anschlag hatte sich die Terrormiliz Islamischer Staat bekannt, die zuvor noch nie in der afghanischen Hauptstadt zugeschlagen hatte.

Quelle:  Handelsblatt Online
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