Aserbaidschan: Journalist zu sechs Jahren Haft verurteilt

Aserbaidschan: Journalist zu sechs Jahren Haft verurteilt

, aktualisiert 12. Januar 2018, 16:23 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

In Aserbaidschan muss ein regierungskritischer Journalist für sechs Jahre in Haft. Als Grund wurde unter anderem Schmuggel angeführt. Das Land ging in der Vergangenheit wiederholt gegen kritische Journalisten vor.

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Das Land am Kaspischen Meer ging in der Vergangenheit wiederholt gegen regierungskritische Journalisten vor.

BakuDer regierungskritische aserbaidschanische Journalist Afgan Mukhtarli ist am Freitag zu sechs Jahren Haft verurteilt worden. Im Gerichtssaal in der Stadt Balaken im Westen des Landes stimmten Freunde und Sympathisanten aus Protest die Nationalhymne an, als der Angeklagte abgeführt wurde. Das berichteten Medien in Aserbaidschan und in den Nachbarländern.

Die Justiz in der autoritär regierten Ex-Sowjetrepublik am Kaspischen Meer verurteilte Mukhtarli wegen Widerstands gegen Amtspersonen, illegalen Grenzübertritts und Schmuggels. Als tatsächlichen Grund sehen Menschenrechtler aber seine Recherchen über Korruption in der Armee und über Geschäfte der Familie von Präsident Ilham Aliyev.

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Aus Furcht vor Repressionen war Mukhtarli 2015 mit seiner Familie ins benachbarte Georgien geflüchtet. Dort wurde er aber nach Angaben seiner Frau Leyla Mustafayeva im Mai 2017 entführt und nach Aserbaidschan verschleppt. Sie wirft den georgischen Behörden vor, darin verwickelt zu sein.

Aserbaidschan geht immer wieder gegen kritische Journalisten vor. Die international bekannteste Dissidentin Leila Yunus war Ende 2015 nur auf Bewährung entlassen worden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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