Donald Trump: Drei Handelsprobleme warten in Asien

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Asien-Reise: Drei Handelsprobleme warten auf Trump

von Thomas Schmelzer

Zwölf Tage, fünf Länder, jede Menge Probleme: Auf seiner Asien-Reise will Donald Trump die Nordkorea-Krise entschärfen – und zugleich den US-Außenhandel neu austarieren. Drei Handelsprobleme sind besonders akut.

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Zeitungsstand in Shanghai, der ein Magazincover mit Donald Trump prominent bewirbt (August 2017).

In den vergangenen Tagen hatten die Berater Donald Trumps viel zu tun. In etlichen Treffen bereiteten sie ihren Präsidenten auf die Asien-Reise vor. Wie nimmt man in Asien eine Visitenkarte entgegen? Welche Hemdfarbe sollte der Präsident besser meiden? Etliche solcher Details sprachen sie durch. Diplomatische Reibereien sollen um jeden Preis vermieden werden.

Dabei sind solche protokollarischen Fragen noch die kleineren Fallstricke auf Trumps Trip. Während seiner Tour durch Asien muss der US-Präsident das Nordkorea-Problem eindämmen und gleichzeitig eine Strategie für die US-Außenhandelspolitik im Pazifikraum ausloten. Es geht nach Japan, Südkorea, China, Vietnam und auf die Philippinen. Dazu kommen Auftritte bei den Gipfeltreffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) und dem Verband Südostasiatischer Nationen (ASEAN).

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Das Thema Nordkorea wird die Reise überlagern. Doch langfristig und strategisch sind die Handelsbeziehungen in der Region genauso wichtig für Trump. Während China Milliarden von Euro in Megaprojekte wie die Neue Seidenstraße investiert und so seinen Machtanspruch zementiert, sucht Washington weiter nach einer Linie in seiner Außenhandelspolitik. Auf seiner Asien-Reise muss Trump daher vor allem drei Problemfelder abräumen, die für die künftige Handelspolitik der USA entscheidend sind.

Militärübung US-Bomber fliegen nahe der koreanischen Halbinsel

Zwei US-Bomber haben nach Angaben der Streitkräfte an einer Übung in Südkorea teilgenommen. Die Flugzeuge vom Typ B-1B seien dabei von südkoreanischen und japanischen Kampfflugzeugen begleitet worden.

US-Bomber auf Übungsflug Quelle: dpa

Punkt 1: Das schwierige Verhältnis zu China

Es war einer von Trumps Wahlkampfschlagern: die Erzählung von den bösen Chinesen. Immer wieder warf Trump dem Land vor, die eigene Währung zu manipulieren und mithilfe billiger Exporte Arbeitslosigkeit in die USA zu bringen. Man dürfe es nicht zulassen, dass China die USA „vergewaltige“, wetterte Trump – und kündigte Strafzölle von bis zu 45 Prozent auf chinesische Waren an. Bei seinen Wählern, vor allem im gebeutelten Rust-Belt, kam das gut an.

Das ist Donald Trump Jr.

  • Ausbildung

    Donald Trump Jr. studierte an der Wharton School of Finance der University of Pennsylvania und schloss diese mit dem Bachelor of Science in Finanzen und Immobilien ab.

  • Familie

    Donald Trump Jr. ist der älteste Sohn von Donald Trump und dessen Ex-Frau Ivana Trump. Seit November 2005 ist er mit Vanessa Trump (geborene Haydon) verheiratet. Gemeinsam haben sie fünf Kinder.

  • Präsidentschaftswahlkampf 2016

    In den Präsidentschaftswahlkampf war Trumps ältester Sohn stark involviert. Auch bei der Amtseinführung wurde deutlich, dass er seinem Vater nahe steht – bei der Vereidigung war er seinem Vater ganz nahe.

  • Beruflicher Werdegang

    Nach seinem Universitäts-Abschluss jobbte er als Barkeeper, bevor er in das Trump-Familienunternehmen einstieg und dort in verschiedenen Tochterunternehmen in unterschiedlichsten Positionen arbeitete. So war er unter anderem für die Finanzierung und den Bau des Trump International Hotel & Tower in Chicago verantwortlich.

    Anders als seine Schwester Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner wechselte Trump Jr. nicht ins Weiße Haus, um dort für seinen Vater zu arbeiten. Gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Eric hat der die Geschäfte seines Vaters und damit die Leitung des Familienunternehmens "The Trump Organization" übernommen.

Seitdem Trump im Amt ist, klingen seine Worte weniger scharf. Zwar will er die Stahlindustrie seines Landes weiterhin mit Zollmauern schützen. Zuletzt lobte er Chinas Staatschef Xi Jinping in einem Interview allerdings demonstrativ als „mächtigen Mann“ und „sehr gute Person“. Auch das erste Treffen von Trump und Xi Jinping im April in Florida war ohne größere Zwischenfälle über die Bühne gegangen.

Bei seinem anstehenden Besuch in China steht für Trump nun ein Balanceakt an. Seine Anhänger zu Hause verlangen den unnachgiebigen „Dealmaker“ aus dem Wahlkampf, der seinen harschen Ankündigungen nun Taten folgen lässt. Andererseits weiß Trump, dass er im Nordkorea-Konflikt auf China angewiesen ist und ein Handelskrieg eine unkalkulierbare Angelegenheit ist. Genau diese Lesart trichtern ihm auch die moderateren Berater im Weißen Haus ein. Für Trump geht es darum, zwischen beiden Polen einen Mittelweg zu finden, der beide Lager befriedet.

Profil kurzzeitig deaktiviert Twitter löst Panne in Trumps Account aus

Donald Trumps Twitter- Profil war zeitweise nicht abrufbar. Twitter macht einen Angestellten für die Panne verantwortlich: Dieser habe an seinem letzten Tag den Stecker gezogen. Die Netzwelt reagiert amüsiert.

Das Twitter-Profil @realDonaldTrump des Präsidenten der Vereinigten Staaten, Donald Trump. Quelle: REUTERS

Welcher Stoßrichtung er am Ende mehr Platz einräumt, ist unter Experten umstritten. Rolf Langhammer, Handelsexperte am Institut für Weltwirtschaft in Kiel, deutet etwa das Abschieben des China-Kritikers und Wirtschaftsberaters Peter Navarro ins zweite Glied von Trumps Reisedelegation als Zeichen der Mäßigung.

Sein Kollege Josef Braml, USA-Experte bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), dagegen glaubt, dass Trump in China knallhart auftreten werde. „Der Handelsüberschuss Chinas ist riesig – da hat Trump ein gewaltiges Druckmittel in der Hand“, sagt er.

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