Atomkrieg-Drohungen: Süden: "Nordkorea wird untergehen"

Atomkrieg-Drohungen: Süden: "Nordkorea wird untergehen"

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Nordkoreas Führer Kim Jong Un schaut sich ein Gewehr an. Das kommunistische Regime verschärft sein Säbelrasseln gegen den verfeindeten Süden und die USA.

Das kommunistische Regime Nordkoreas droht den USA mit einem Atomschlag und beantwortet die neuesten Sanktionen mit der Aufkündigung des Nichtangriffspakts mit Südkorea. Doch die Gegner sind Pjöngjang haushoch überlegen.

Nordkorea spielt mit den Muskeln, lässt sich auch von den neuesten UN-Sanktionen nicht beeindrucken. Wenige Stunden nach der Verhängung schärferer Sanktionen durch den Sicherheitsrat kündigte das kommunistische Land am Freitag den Nichtangriffspakt mit Südkorea und alle anderen Abkommen für Entspannung auf. Das mächtigste UN-Gremium hatte sich zuvor auch von angedrohten Atomschlägen gegen die USA nicht beeindrucken lassen, verabschiedete gut drei Wochen nach dem letzten Atomtest Nordkoreas einstimmig die härtesten Strafmaßnahmen der jüngeren UN-Geschichte.

Pjöngjang kappte auch den „Heißen Draht“ nach Seoul. Der Verbindungskanal im Grenzort Panmunjom werde geschlossen, wurde das Komitee für eine friedliche Wiedervereinigung Koreas am Freitag von den Staatsmedien zitiert. Nordkorea hatte schon 2009 alle innerkoreanischen Abkommen über Entspannung für nichtig erklärt. Der Aussöhnungsvertrag von 1992 enthält unter anderem einen Nichtangriffspakt und sieht Schritte zur militärischen Entspannung vor.

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Kurz vor der Sitzung des Sicherheitsrats drohte das stalinistische Regime gar den USA mit einem Atomschlag. „Weil die USA einen Atomkrieg entfachen wollen, werden wir unser Recht auf einen nuklearen Präventivschlag gegen das Hauptquartier der Aggressoren wahrnehmen“, zitierten Staatsmedien einen Sprecher des Außenministeriums. Ein konkreteres Ziel wurde nicht genannt. Die USA wiesen die Drohungen Nordkoreas zurück. „Die Vereinigten Staaten sind voll und ganz in der Lage, sich gegen nordkoreanische Raketendrohungen zu verteidigen“, sagten wortgleich die Sprecher von Weißem Haus und Außenministerium. Ohnehin seien die Drohungen nicht neu, das Land habe bereits häufiger bewiesen, dass ihm nicht an einer Verbesserung der internationalen Beziehungen gelegen sei. Nordkoreas Armeeführung hatte bereits am Dienstag den USA offen mit „atomaren Präzisionsschlägen“ gedroht.

Zuvor hatte Nordkorea dem Nachbarland Südkorea Vernichtung angedroht. Das Außenministerium in Pjöngjang rief außerdem die Ankündigung der Volksarmee in Erinnerung, das seit 60 Jahren bestehende Waffenstillstandsabkommen für ungültig zu erklären. Damit war der Korea-Krieg (1950 bis 1953) faktisch beendet worden. Einen Friedensvertrag gibt es bis heute nicht. Südkorea reagierte in scharfem Ton. Das Regime von Machthaber Kim Jong Un werde zugrunde gehen, sollte es Südkorea mit Atombomben angreifen, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Kim Min Seok, am Freitag vor Journalisten in Seoul. Nordkorea habe zuletzt Truppenübungen von "beispielloser Intensität“ durchgeführt. Dazu seien U-Boote, Kampfjets und Spezialeinheiten mobilisiert worden, sagte Kim Min Seok.

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