Atomwaffen: Israel droht mit einem Militärschlag gegen den Iran

Atomwaffen: Israel droht mit einem Militärschlag gegen den Iran

, aktualisiert 05. November 2011, 09:58 Uhr
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Israels Prasident Shimon Peres droht mit einem Militärschlag gegen den Iran.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Internationale Atomenergiebehörde will Beweise für ein iranisches Atomwaffenprogramm vorlegen. Israel ist gewarnt - und droht mit einem Militärschlag gegen das Mullah-Regime.

Tel AvivEin Militärschlag Israels und anderer Staaten gegen das iranische Atomprogramm wird nach Einschätzung des israelischen Präsidenten Schimon Peres immer wahrscheinlicher. „Die Geheimdienste aller Länder wissen, dass die Zeit abläuft und warnen ihre Führer“, zitierte die Zeitung „Haaretz“ am Samstag aus einem Fernsehinterview mit dem Staatschef. Iran könne schon in sechs Monaten einen Atombombe haben. Israel und der Westen vermuten seit langem, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms auch Atombomben entwickelt. Der Iran hat das stets bestritten und für den Fall eines Angriffs eine „apokalyptische“ Antwort angedroht. 

Peres betonte zugleich, die Welt sei nun gegenüber Israel in der Pflicht, die iranischen Atombestrebungen zu stoppen. „In der noch verbleibenden Zeit müssen wir die anderen Staaten der Welt zum Handeln drängen und ihnen sagen, dass es nun Zeit ist, die uns gegebenen Versprechen einzulösen, ihre Pflicht entweder durch harsche Sanktionen oder durch militärisches Handeln zu erfüllen“, betonte der 88-Jährige. 

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In Israel wird schon seit mehr als einer Woche eine intensive Debatte über das Für und Wider eines Militärschlags gegen Iran diskutiert. Die Bevölkerung ist einer Umfrage gespalten. Die Angst, dass der Israel extrem feindlich eingestellte Iran Atomwaffen erlangen könnte, hält sich die Waage mit den unkontrollierbaren Folgen eines militärischen Vorgehens, das einen Flächenbrand in der gesamten Region auslösen könnte. 

Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA will in der kommenden Woche offenbar neue Beweise für die Existenz eines iranischen Atomwaffenprogramms vorlegen. Wie die Nachrichtenagentur AP am Freitag aus Diplomatenkreisen erfuhr, sollen dabei bislang nicht veröffentlichte Geheimdienstinformationen ans Licht kommen. Das Material soll unter anderem Hinweise darauf enthalten, dass der Iran ein Computermodell eines Atomsprengkopfs entwickelt hat. Außerdem sollen Satellitenbilder gezeigt werden, auf denen ein großer Stahlcontainer zu sehen sein soll, der für Sprengstoffexperimente im Zusammenhang mit dem Atombombenprogramm genutzt worden sein soll.

Die IAEA listete in der Vergangenheit bereits Aktivitäten auf, die ihrer Meinung nach auf ein iranisches Atombombenprogramm hindeuten. Der Iran streitet die Existenz eines solchen Programms ab und besteht darauf, dass das Atomprogramm ausschließlich friedlichen Zwecken diene.

Quelle:  Handelsblatt Online
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