Atomwaffen : Nordkorea stellt wieder Atombomben her

Atomwaffen : Nordkorea stellt wieder Atombomben her

, aktualisiert 15. September 2015, 08:55 Uhr
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Laut eigenen Angaben stellt Nordkorea wieder Atombomben her.

Nordkorea produziert wieder Material für Atomwaffen. Nach eigenen Angaben hat die Regierung die Anlagen wieder in Betrieb genommen. Experten gehen davon aus, dass Nordkorea bereits mehrere Atomwaffen besitzt.

Nordkorea hat nach eigenen Angaben die Produktion von Waffenmaterial für Atombomben wieder aufgenommen. Die dafür genutzte Anlage sei instand gesetzt und wieder in Betrieb genommen worden, hieß es am Dienstag aus Pjöngjang. Die Mitteilung könnte nach Einschätzung von Beobachtern eine Drohkulisse sein, um Zugeständnisse der internationalen Gemeinschaft zu erwirken.

Nordkorea hatte bereits 2006 erstmals erfolgreich eine Atombombe getestet und verfügt nach Einschätzung internationaler Experten inzwischen über bis zu zehn Sprengköpfe. Zudem hat das streng abschottete kommunistische Land erfolgreich Langstreckenraketen getestet. Noch soll die Technologie nicht so weit entwickelt sein, dass die Raketen mit den Bomben bestückt werden können. Zuletzt hatten Fachleute aber gewarnt, Pjöngjang sei offenbar entschlossen, sein Atomprogramm voranzutreiben. An der wichtigsten Atomanlage des Landes waren mit Satellitenaufnahmen Aktivitäten nachgewiesen worden, wie die Internationale Atomenergiebehörde erst vergangene Woche mitteilte.

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Die bisherigen Machthaber Nordkoreas

  • Kim Il-sung

    Kim Il-sung führte das Land von 1948 bis zu seinem Tod 1994 mit einer eigenen Ideologie, die Nordkorea von anderen Staaten abschottete.Er gilt als der Staatsgründer Nordkoreas und wird bis heute als "Ewiger Präsident" verehrt. Sein Sohn Kim Jong-il wurde systematisch als Nachfolger aufgebaut.

  • Kim Jong-il

    Während sein Vater als "Ewiger Führer" verehrt wurde, schreibt die nordkoreanische Propaganda ihm die Attribute "geliebter Führer" und "Sonne des 21. Jahrhunderts" vor. Durch seinen frühen Tod 2011 herrschte er nur 17 Jahre über Nordkorea und machte das Land währenddessen zu einer Atommacht. Überraschend wurde erst ein Jahr vor dem Tod sein drittgeborener Sohn als Nachfolger präsentiert.

  • Kim Jong-un

    Als "Geliebter Führer" wird in der nordkoreanischen Propaganda dargestellt - und er hat mit nur 30 Jahren die Geschäfte in Nordkorea übernommen. Anders als sein Vater konnte er nicht als Nachfolger aufgebaut werden und muss sich seinen Platz in der nordkoreanischen Politik erst erkämpfen: Das macht er, in dem er sich durch hartes Auftreten auszeichnet, aber auch offen Fehler zugibt.

Beobachter vermuten, dass die Ankündigung auch die USA unter Druck setzen soll, wieder mit Pjöngjang zu verhandeln. Ziel des kommunistischen Regimes könnte es sein, für eine Begrenzung des Atomprogramms Zugeständnisse und eine Lockerung der strikten internationalen Sanktionen zu erreichen. Verhandlungen über eine atomare Abrüstung zwischen Nordkorea sowie den USA, Japan, Russland, China und Südkorea sind seit 2009 unterbrochen. Damals gab es Meinungsverschiedenheiten darüber, wie Nordkoreas Schritte zur Beendigung seines Atomprogramms kontrolliert werden sollen. Seither verschreckte Pjöngjang die internationale Gemeinschaft mehrfach mit weiteren Atomwaffen- und Raketentests.

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Erst am Montag hatte Nordkorea erklärt, es sei bereit, Satelliten mit Langstreckenraketen zu starten. Dies soll zum Jubiläum der kommunistischen Herrschaft im Oktober geschehen. Auch das wird als mögliche Provokation und Drohgebärde verstanden, wie AP berichtet. Es soll sich um die Langstreckenraketen handeln, die letztlich auch das amerikanische Festland mit Atombomben erreichen könnten.

Nach dem Atomabkommen mit dem Iran vom Juli hatte es Spekulationen gegeben, dass Ähnliches auch mit Nordkorea möglich sein könnte. Aus Pjöngjang kam damals aber sofort eine klare Absage.



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