Auszeichnung: Barack Obama erhält Friedensnobelpreis

Auszeichnung: Barack Obama erhält Friedensnobelpreis

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US-Präsident Barack Obama erhält den diesjährigen Friedensnobelpreis

Für seine Vision einer atomwaffenfreien Welt erhält US-Präsident Barack Obama schon in seinem ersten Amtsjahr den Friedensnobelpreis. Das norwegische Nobelpreiskomitee würdigte heute in Oslo die „außergewöhnlichen Bemühungen“ des Politikers „um eine Stärkung der internationalen Diplomatie und um Zusammenarbeit zwischen den Völkern“.

Selten zuvor habe eine Persönlichkeit so sehr die Hoffnung auf eine bessere Zukunft vermittelt und die Aufmerksamkeit der Welt in Bann gezogen, erklärte das Nobelpreiskomitee, dessen fünf Mitglieder vom norwegischen Parlament gewählt wurden. „Seine Diplomatie beruht auf dem Konzept, dass diejenigen, die die Welt führen, dies auf der Grundlage von Werten und Haltungen tun müssen, welche von der Mehrheit der Weltbevölkerung geteilt werden.“

Das Komitee merkte an, dass Obamas Vision für eine Welt ohne Atomwaffen bei der Entscheidung ebenso eine Rolle gespielt habe wie die Bereitschaft des US-Präsidenten, auf die islamische Welt zuzugehen. Das Komitee wies auch darauf hin, dass die neue Regierung in Washington den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen wieder ein größeres Gewicht eingeräumt habe. „Obama hat als Präsident ein neues Klima in der internationalen Politik geschaffen.“

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Entscheidung für viele überraschend

Die Entscheidung kam für viele Beobachter überraschend. Zwar galt Obama als denkbarer Kandidat. Doch die meisten Experten gingen davon aus, dass es noch zu früh sei, um den US-Präsidenten mit dieser hohen Auszeichnung zu ehren - schließlich trat Obama erst knapp zwei Wochen vor dem Ende der Nominierungsfrist am 1. Februar sein Amt an. Für den Friedenspreis in diesem Jahr gab es eine Rekordzahl von 205 Nominierungen.

Obama ist der dritte Präsident, der während seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis erhält - nach Theodore Roosevelt im Jahr 1906 und Woodrow Wilson 1919. Nach dem Ausscheiden aus dem Weißen Haus erhielten Jimmy Carter (2002) und Exvizepräsident Al Gore die Auszeichnung, mit der nach dem Willen von Stifter Alfred Nobel diejenige Persönlichkeit bedacht werden sollte, „die am meisten geleistet hat für die Brüderlichkeit zwischen den Nationen und die Abschaffung oder Reduzierung stehender Heere sowie für die Einrichtung und Verbreitung von Friedenskongressen“.

Im vergangenen Jahr erhielt der ehemalige finnische Präsident Martti Ahtisaari den Friedensnobelpreis, der mit zehn Millionen Kronen (1,09 Millionen Euro) dotiert ist und alljährlich an Nobels Todestag, dem 10. Dezember, verliehen wird.

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