B20-Wirtschaftsgipfel: Merkel warnt vor Abschottung

B20-Wirtschaftsgipfel: Merkel warnt vor Abschottung

, aktualisiert 03. Mai 2017, 14:23 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Für Bundeskanzlerin Merkel ist die reine Existenz der G20 das schlagende Argument gegen Protektionismus. Abschottung sei ein Weg in die Sackgasse. Kurzfristige Vorteile seien möglich, doch danach folge eine Schwächung.

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Gruppe der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) in einer besonderen Verantwortung, gegen Protektionismus weltweit vorzugehen. „Allein die Existenz der G20 bedeutet, dass Abschottung und Protektionismus Wege in die Sackgasse, aber nicht Wege nach vorne sind“, sagte Merkel am Mittwoch in Berlin auf dem B20-Wirtschaftsgipfel.

Dieser findet im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft statt. „Wer versucht, sich internationalem Wettbewerb zu entziehen, kann sich vielleicht kurzfristige Vorteile versprechen“, sagte die Kanzlerin ohne Länder zu nennen. „Aber mittel- und langfristig wird die eigene Innovationsfähigkeit geschwächt.“ Deshalb seien Freiheit und Offenheit in der Wirtschaft so wichtig.

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Die G20 seien in einer besonderen Verantwortung, weil ihre Länder für Dreiviertel der Wirtschaftsleistung auf der Welt stünden. In den vergangenen Jahren habe es aber eine Zunahme protektionistischer Maßnahmen gegeben, die sich sehr oft auch auf nicht-tarifäre Regeln erstrecken, kritisierte Merkel. Anfang Juli findet in Hamburg der G20-Gipfel statt. Die neue US-Regierung hatte bei den G20-Finanzministern verhindert, dass diese sich in ihrer Erklärung für freien Handel aussprachen.

Merkel lobte zugleich, dass die G20 bei der Bewältigung der Finanzkrise gezeigt hätten, dass internationale Absprachen helfen würden. Dadurch sei die Gefahr einer Wiederholung der Krise geringer geworden.

Quelle:  Handelsblatt Online
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