Banken: Kampf ums Kapital

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Andreas Schmitz

Wie viel Kapital brauchen Banken künftig? Und vor allem welches? Deutsche Topbanker fürchten, international ins Hintertreffen zu geraten.

In der Debatte um die künftige Regulierung treibt die deutschen Bankmanager in diesen Tagen ein Thema besonders um. Während sich alle einig sind, dass Banken mehr und besseres Kapital brauchen, um ihre Stabilität zu erhöhen, fürchten sie hier künftig benachteiligt zu werden.

Es geht um die Frage, ob so genanntes hybrides Kapital auch künftig zum Kernkapital einer Bank gezählt werden darf oder nicht. Hierzu zählen etwa stille Einlagen und Nachranganleihen. Während diese im angelsächsischen Raum keine große Rolle spielen, geht es hier für die deutschen Banken um viele Milliarden.

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„Jeder Euro, der auf diese Weise nicht mehr als Kernkapital anerkannt wird, verringert die Kreditvergabemöglichkeiten um mindestens das 12,5-fache“, sagt Sparkassenpräsident Heinrich Haasis. Institute müssten sich sofort aus Engagements zurückziehen, an ein volkswirtschaftliches Wachstum wäre auf absehbare Zeit nicht zu denken.

Auch Andreas Schmitz, Chef des Bundesverbandes deutscher Banken, hält das Thema für „ausgesprochen sensibel“. Er spricht sich für den Grundsatz „substance over form“ aus. Die umstrittenen Eigenkapitalformen seien volle eingezahlt, stünden dauerhaft zur Verfügung und nähmen in der Liquidation am Verlust teil. Das entspreche den internationalen Anforderungen. Immerhin konnte Schmitz bei einer Pressekonferenz am Sonntag in Istanbul über Fortschritte in der Diskussion berichten.

Generell treibt die Topbanker die Angst um, dass sich vor allem US-amerikanische  Vorstellungen stark durchsetzen werden. „Die Amerikaner sprechen mit einer Stimme“, sagt ein Bankvorstand. In Europa dagegen bestehe die Gefahr, sich auf der Suche nach der besten Lösung zu sehr zu verzetteln.

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