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Banken: Vermögensverwalter für Verstaatlichung der Banken

von Hauke Reimer und Stefan Hajek

Bert Flossbach, Chef des Vermögensverwalters Flossbach & von Storch, fordert eine Rekapitalisierung oder Teilverstaatlichung der Banken in Europa. Geldhäuser sollten selbst für etwaige Verluste aufkommen - ansonsten müsse man sie zwangsverstaatlichen.

Der zweitgrößte unabhängige Vermögensverwalter in Deutschland hat sich für eine Rekapitalisierung oder Teilverstaatlichung der Banken in Europa ausgesprochen und fordert, dass die Banken mit ihrem Eigenkapital selbst mögliche Ausfälle, etwa aus nicht mehr bedienten Staatsanleihen, übernehmen. "Wir müssen die Banken wieder für ihr Handeln haftbar machen. Es kann nicht sein, dass einige zocken und die Risiken auf die Allgemeinheit abwälzen", kritisiert Bert Flossbach, Chef des Vermögensverwalters Flossbach & von Storch in Köln.

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"Konkret würde ich die Banken mit ihrem Eigenkapital wieder haftbar machen. 1.000 Milliarden Euro haben allein die börsennotierten europäischen Banken davon. Damit sollen sie zunächst mal selbst für etwaige Verluste aufkommen. Und wenn das nicht reicht, muss man sie verstaatlichen und zwangskapitalisieren. Das ist auf die Dauer allemal billiger für alle, als wenn die EZB immer wieder deren Anleihen aufkauft, wenn es brenzlig wird."

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 25.10.2011, 00:20 UhrAnonymer Benutzer: DD

    Was soll das bitte für eine Scheißwährung sein, die man dauernd retten muss?

  • 24.10.2011, 13:36 UhrAnonymer Benutzer: Gela Szen

    im Prinzip korrekt, praktisch aber zu kurz gedacht ! Die banken leihen nämlich der Politk (nicht den Staaten und nicht den bürgern) Geld, damit diese es "vergraben" kann. Wenn die banken nun das Risiko selbst tragen müssen, dann bekommt die Politk kein Geld mehr von den banken. Und dannhaben wir einen Haufen heulender Politker, die nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Denn außer Geld zu verschwenden, können sie ja nichts. Das ist auch der eigentliche Hinergedanke bei der Zwangsverstaatlichung: eine elgegante Lösung für die Politk sich selbst Geld zu leihen. Die Zeche zahlt der bürger: noch mehr Schulden, höhere infaltion, höhere Steueren.

  • 22.10.2011, 18:34 UhrAnonymer Benutzer: Karin Jürgens

    bloomberg meldete am Mittwoch, daß Merrill Lynch (jetzt bank of America) Derivate im Wert von 75 billionen USD (trillions!) in eine Einrichtung verlegt hat, die von der Einlagensicherung abgedeckt wird - zahlt im bedarfsfall also der Steuerzahler. Es sollen vor allem Wetten auf Staats- und bankpleiten in Europa sein. Ähnliche Papiere im Werte von 79 billionen USD hat JP Morgan unter den Schutz von FED und FDiC gestellt - zahlt bei Fälligkeit also auch der Steuerzahler. Da die Aktionen heimlich erfolgten - ergibt Sinn, denn die FED gehört Privatbanken - wird bernanke inzwischen für verrückt erklärt und das Verschieben für gesetzeswidrig. Ganz Amerika regt sich darüber auf, denn dieser "Rettungsschirm" von 154 billionen USD würde bei Fälligkeit die Pleite der USA bedeuten. Aber im gesamten Deutschen blätterwald war nicht eine Zeile darüber zu lesen - merkwürdig, oder? Jetzt wird auch klar, warum Europas Regierungsmannschaft gegen alle ökonomische Vernunft handelt, wer will schon Schuld daran sein, daß die USA pleite gehen. Und auch auf Geithners hektischen Europabesuch kann man sich einen Reim machen. Angela Merkel (und damit wir) hängt schwer in der Klemme, vor allem weil sie ja alles andere als mutig ist.
    Wer sich informieren will: "Gaertner's blog - Chaos im billionen-Club", die Links führen zu den Originalseiten.

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