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26.07.2012

Bankrott: Die größten Staatspleiten

Schon sehr viel größere Staaten als Griechenland haben in der Geschichte die Zinszahlungen ganz oder teilweise eingestellt. Früher waren meist Kriege und Revolutionen die Gründe, in jüngerer Zeit gingen auch friedliche Staaten bankrott. Für die Gläubiger bedeutet eine Staatspleite meist Kapitalverlust unterschiedlichen Ausmaßes: Gläubiger der Dominikanischen Republik etwa kamen 2005 mit einem Minus von fünf Prozent glimpflich davon, Besitzer russischer Anleihen hingegen mussten 1998 einen Verlust von 82 Prozent verschmerzen.

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Österreich 1811 Quelle: Gemeinfrei
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Österreich 1811

Das Kaisertum Österreich erklärte 1811 den Staatsbankrott. Es hatte 1809 den Fünften Koalitionskrieg gegen das napoleonische Frankreich verloren. Im Frieden von Schönbrunn hatte sich Kaiser Franz I. verpflichtet, 85 Millionen Francs Kriegskontribution an Frankreich zu zahlen. Diese Zahlungsverpflichtung traf ein Land, dessen Staatsschulden bereits durch die vorangegangenen Kriegsjahre stark gestiegen waren. Der Schulddienst verschlang ein Drittel der Staatseinnahmen. Die mit den Staatsbankrott verbundene Entlastung des Staatshaushaltes war nicht lange wirksam. Bereits 1812 mit dem Beginn des Sechsten Koalitionskrieges nahm Österreich erneut Schulden auf. Am 1. Juni 1816 folgte der nächste Staatsbankrott.

Bild: Gemeinfrei
von Ferdinand KnaußBild: 2 von 11
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