Bei Datenerfassung : BND hat auch mit CIA kooperiert

Bei Datenerfassung : BND hat auch mit CIA kooperiert

Der BND hat nicht nur mit der NSA, sondern auch mit der CIA zusammengearbeitet. Dabei soll es vor allem das Abgreifen von Daten in Deutschland gegangen sein.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat nach „Spiegel“-Informationen bei der Datenerfassung in Deutschland nicht nur mit dem US-Geheimdienst NSA kooperiert, sondern auch mit der CIA. Bei der befristeten Operation mit dem Codenamen „Globe“ im Jahr 2005 zur Terrorismusabwehr soll aber ausschließlich Auslandstelefonverkehr abgefangen worden sein, wie das Magazin am Sonntag berichtete.

Die Überwachungspraktiken der NSA

  • Die Überwachungspraktiken des US-Auslandsgeheimdiensts NSA stehen seit der Enthüllung durch den Informanten und IT-Experten Edward Snowden in der Kritik. Einige Beispiele, über die Medien berichtet haben.

  • Internet I

    Nach Snowdens Enthüllungen zapfen die USA die Rechner von Internet-Firmen an, um sich Zugang zu Videos, Fotos, E-Mails und Kontaktdaten zu verschaffen. Der Datenhunger betrifft auch die Kommunikation in Europa, darunter Deutschland und Frankreich. Die Möglichkeit dazu bietet unter anderem das Spionageprogramm „Prism“.

  • Internet II

    Der Geheimdienst NSA und sein britischer Gegenpart GCHQ sollen in der Lage sein, einen Teil der Verschlüsselung und der Datentunnel im Internet zu knacken. Das soll nicht nur Online-Banking und Internet-Shops betreffen, sondern auch Internet-Dienstleister wie Microsoft, Yahoo, Google, Facebook, AOL, YouTube, Skype, AOL und Apple.

  • Telefon I

    Telefon- und Videoverbindungen gelten ebenfalls als nicht sicher. So soll die NSA die Vereinten in New York abgehört und deren Videokonferenzanlage angezapft haben. Betroffen sei auch die EU-Vertretung bei der Uno.

  • Telefon II

    Der Geheimdienst soll auch Millionen chinesischer Mobilfunknachrichten sowie wichtige Datenübertragungsleitungen der Tsinghua-Universität in Peking ausspioniert haben. In Frankreich sollen Wirtschaft, Politik und Verwaltung betroffen sein - allein Ende 2012 und Anfang 2013 rund 70,3 Millionen Datensätze von Telefonverbindungen. In Mexiko sollen Regierungsmitglieder bespitzelt worden sein.

Damals habe sich der BND an die deutsche Tochter eines US-Netzbetreibers gewendet und Zugang zu dessen Kommunikationsverbindungen in Düsseldorf verlangt. Die weltweit agierende Firma hielt laut „Spiegel“ zunächst Rücksprache mit der amerikanischen Muttergesellschaft. Schließlich habe man sich auf eine Zusammenarbeit unter Einbindung des US-Geheimdienstes CIA geeinigt. Die Daten seien in die BND-Außenstelle Rheinhausen geleitet und dort aufbereitet worden.

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Um den Vorgang aufzuklären, will der NSA-Untersuchungsausschuss im Bundestag laut „Spiegel“ diese Woche einen Beweisantrag beschließen, wonach alle Akten über entsprechende Kooperationen mit amerikanischen Stellen vorzulegen sind.

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