Besuch des Dalai Lama: Finanzplatz Frankfurt bangt um Renminbi-Handel

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exklusivBesuch des Dalai Lama: Finanzplatz Frankfurt bangt um Renminbi-Handel

von Mark Fehr

Beim anstehenden Besuch von Chinas Staatsoberhaupt Xi Jinping in Deutschland könnten beide Länder endlich eine für den Finanzplatz Frankfurt wichtige Absichtserklärung unterzeichnen, um dort die seit langem begehrte Handelsstelle für die chinesische Währung Renminbi einzurichten.

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Für Mai ist ein Besuch des Dalai Lama geplant. Experten fürchten ein Verzögerung des Renminbi-Projekts

Die Bundesregierung teilte auf Anfrage allerdings mit, dass die Tagesordnung für den Staatsbesuch am kommenden Freitag noch nicht feststehe.

Beobachter am Finanzplatz fürchten indessen, dass der für Mai geplante Besuch des Dalai Lama in Frankfurt das wichtige Renminbi-Projekt gefährden oder verzögern könnte. Der buddhistische Religionsführer ist Symbol für das Unabhängigkeitsstreben der chinesischen Provinz Tibet und daher aus Sicht Pekings eine diplomatische Reizfigur. Sein prominenter Auftritt in Frankfurt könnte laut Beobachtern China zu einem Rückzieher in Sachen Renminbi-Handel veranlassen.

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Das wäre schlecht für den Finanzplatz, denn die Handelsstelle in Frankfurt würde es deutschen Banken und Unternehmen endlich ermöglichen, vor ihrer Haustüre Euro gegen die wichtige Handelswährung Renminbi zu tauschen oder in chinesische Kapitalmarktprodukte zu investieren. Derzeit wickeln die Frankfurter Konkurrenten Hongkong und London einen Großteil dieser Geschäfte ab.

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