Besuch: Ein Wochenende in Nanjing und lustige Situationen im Zug

Besuch: Ein Wochenende in Nanjing und lustige Situationen im Zug

Am Wochenende habe ich zwei Freundinnen, mit denen ich gemeinsam in Köln studiert habe, in Nanjing besucht.

Nanjing ist die Hauptstadt der Provinz Jiangsu und liegt nicht weit vom Purple Mountain (Zijin Shan) am Ufer des Yangzi.

Nanjing war bis 220 die Hauptstadt diverser Königreiche: Zu Beginn der Ming-Dynastie war es Hauptstadt Chinas, im 19. Jahrhundert Königreich des Himmlischen Königreichs Taiping und später der Ersten Chinesischen Republik unter Sun Yat Sen. Heute ist Nanjing aufgrund seiner renommierten Universitäten eine unter Studenten sehr beliebte Stadt.

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Am Samstag haben wir zusammen den am Fuße des Purple Mountains gelegenen Park besucht. Die Attraktion dieses Parks ist das Xiao-Ling-Grab. Es ist eines der ersten Ming-Gräber. Die Ming-Dynastie währte von 1368 bis 1644. Etwas enttäuschend fand ich, dass man gar keine richtigen Gräber zu Gesicht bekam. Auf einem Hügel stand eine typisch chinesische Halle mit schönen Spitzdächern. Laut der Beschreibungen sollen die Ming-Kaiser unter der Halle in dem Hügel begraben sein.

Darüber hinaus haben wir uns noch das Mausoleum des Sun Yat Sen angesehen. Sun Yat Sen lebte von 1866 bis 1925. Er war einer der berühmtesten Revolutionsführer Chinas, Gründer der Guomindang und erster provisorischer Präsident der Republik China. Sun wird in China als Gründer des Modernen Chinas verehrt.

Auf der Rückfahr habe ich mich zunächst ein wenig über mich geärgert, da ich mich nicht danach erkundigt hatte, wie lange die Fahrt dauert. Ich habe für beide Tickets jeweils knapp fünf Euro ausgegeben und war davon ausgegangen, dass Hin- und Rückfahrt je drei Stunden dauern. Jedoch umfasste die Rückfahrt fünf Stunden. Als ich nach etwa dreistündiger Lektüre meines Buches aufschaute, ergriffen promt einige Chinesen die Gelegenheit, mich ins Kreuzverhör zu nehmen.

Im Zug begegnet man oft Chinesen, die selten, oder gar nie zuvor einen Ausländer zu Gesicht bekommen haben.

Die üblichen Fragen sind: 

Wo kommst du her? Was machst du in China? Wie alt bist du? Bist du verheiratet? Wie hoch ist dein Einkommen? (Tatsächlich, Chinesen nehmen da kein Blatt vor den Mund)

Zum Schluss der Unterhaltung werden noch fleißig Fotos von dem Außerirdischen ach ich meine Ausländer gemacht und nach seiner Visitenkarte gefragt.

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