Besuch in Tokio: Merkel wirbt für Freihandelsabkommen der EU und Japan

Besuch in Tokio: Merkel wirbt für Freihandelsabkommen der EU und Japan

Es war zwar nur ein kurzer Besuch in Japan. Merkels Bilanz lautet aber: Es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede - in jedem Fall jedoch gute Gründe für eine Vertiefung der Beziehungen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat zum Abschluss ihrer Japan-Reise für das geplante Freihandelsabkommen zwischen dem Inselstaat und der Europäischen Union geworben. Nach einer Besichtigung der Produktionsstätte des Lastwagenbauers Mitsubishi Fuso in Kawasaki nahe Tokio sagte Merkel, die Unterschiede bei den Abgasnormen seien gering. "Aber vom Aufwand her bedeutet es, dass man alles doppelt machen muss", sagte Merkel. "Das ist eines der Beispiele, warum Freihandelsabkommen, wo sogenannte nicht-tarifäre Hemmnisse behandelt werden, sehr von Erfolg gekrönt sein könnten."

Angesichts der zunehmenden wirtschaftlichen Vernetzung der Produktion müssten unnötige Barrieren abgebaut werden, so Merkel.

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Bei Mitsubishi Fuso handelt es sich um ein Gemeinschaftsunternehmen der Daimler AG und der japanischen Mitsubishi Corporation, wobei der Anteil von Daimler fast 90 Prozent ausmacht. Mit rund 11.000 Mitarbeitern ist es das größte deutsche Unternehmen in Japan. Hier werden zu einem kleinen Teil auch Hybrid-Lastwagen gebaut.

Japan

  • Wirtschaftswachstum

    2013: 1,7 Prozent

    2014: 1,8 Prozent

  • Inflation

    2013: 0,3 Prozent

    2014: 2,7 Prozent

  • Arbeitslosenquote

    2013: 4,1 Prozent

    2014: 4,0 Prozent

  • Quelle der Daten

    IHS Global Insight

Die EU und Japan verhandeln seit 2013 über ein Freihandelsabkommen, dessen Abschluss sich Merkel bis Ende des Jahres wünscht. Deutsche Firmen beklagen, dass Japan sich mit Handelshemmnissen gegen ausländische Wettbewerber abschottet. Der Vorsitzende des Asien-Pazifik-Ausschusses der deutschen Wirtschaft (APA), Hubert Lienhard, hatte im Reuters-Interview gemahnt, dass die EU wegen der laufenden Verhandlungen beim Asien-USA-Freihandelsabkommen (TPP) auf einen Abschluss mit Japan dringen müsse.

Gleichberechtigung der Frau war Thema

Merkel sagte kurz vor ihrer Rückreise nach Berlin zur Bilanz ihres kurzen Besuches in Japan: „Es gibt viele Gemeinsamkeiten, es gibt Unterschiede, aber es gibt gute Gründe, die Beziehungen zwischen Deutschland und Japan zu intensivieren.“ Nicht nur in der Wirtschaftspolitik, sondern auch bei Fragen der Sicherheitspolitik und des demografischen Wandels. Letzterer mache deutlich, dass Frauen mehr gefördert werden müssten. Am Morgen hatte sich die Kanzlerin mit Frauen in Führungspositionen getroffen.

Wie schon bei einem Besuch in Washington informierte Merkel sich über Probleme von Frauen auf Top-Posten. Die Gleichberechtigung und Förderung der Selbstständigkeit von Frauen ist für die Kanzlerin eines der zentralen Themen der deutschen G7-Präsidentschaft.

Weitere Artikel

Im Juni kommt Merkel mit den Staats- und Regierungschefs der USA sowie von Kanada, Japan, Italien, Frankreich und Großbritannien auf Schloss Elmau in Bayern zum G7-Gipfel zusammen. Dabei soll über das Thema gesprochen werden. Zu den Zielen gehören eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die gleiche Bezahlung wie Männer sowie die frühe Förderung von Frauen mit Bildungsangeboten.

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