Bombenterror: Tote und viele Verletzte beim Boston-Marathon

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Bombenterror: Tote und viele Verletzte beim Boston-Marathon

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Zwei Sprengsätze explodieren kurz nacheinander.

Drei Menschen sterben, weit über 100 werden verletzt, als am Montagnachmittag im Zielbereich der traditionsreichen Laufveranstaltung in der US-Ostküstenstadt zwei Sprengsätze kurz nacheinander explodieren.

Es handelte sich um die ersten tödlichen Bombenanschläge in den USA seit den Terrorangriffen vom 11. September 2001. Das Land ist geschockt. Präsident Obama verspricht, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon verurteilte die „sinnlose Gewalt“ des Attentats. Auch Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen und der britische Premierminister David Cameron reagierten schockiert.

Knapp 250 deutsche Läufer sollen sich - laut der Webseite des Boston Marathon - für den Lauf angemeldet haben, unter ihnen die deutsche Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt, die auf ihrer Twitter-Seite von ihren persönlichen Eindrücken schrieb. "Alles leer, wo vor Stunden Träume in Erfüllung gingen und manche auf grausamste Art vernichtet wurden," schreibt sie. Und wenig später: "Ich will nur noch nachhause :-(! Da wurden noch Bomben gefunden, die nicht hoch gegangen sind! Warum müssen unschuldige Menschen bluten!!!?" Die Siegerländerin hatte ihr Rennen bereits beendet und befand sich in einem Hotel 200 Meter vom Explosionsort entfernt. „Als ich wieder zurück in die Hotellobby kam, war plötzlich alles anders“, sagte die 32-Jährige in einem Interview mit der WAZ-Mediengruppe. „Ich sehe nur sehr viele Verletzte, dazu Polizei und viel Helfer. Wir müssen hier im Hotel bleiben.“

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Neun Millionen Tweets sind mittlerweile über den Kurznachrichtendienst Twitter eingegangen: Der äthiopische Langstreckenläufer, Olympiasieger und Weltmeister Haile Gebrselassie twitterte: "Laufen bringt Menschen zusammen, aber was gerade in Boston passiert ist, ist schrecklich. Meine Gedanken sind bei allen in Boston."

Die Veranstalter drücken auf der Internet-Seite ihr tiefes Mitgefühl für all die aus, die von den "Geschehnissen" heute betroffen sind. Es sei ein trauriger Tag für die Läufer-Community. "Was ein Tag der Freude sein sollte, wurde schnell zu einem Tag, an dem der Marathon in den Hintergrund rückte," schrieben die Organisatoren. „Ich hörte zwei sehr laute Explosionen“, berichtete ein Augenzeuge. „Ich sah auch sehr, sehr schwere Verletzungen“, fügte er im TV hinzu. Auf Fotos vom Tatort waren blutende Verletzte zu sehen. „Es war das reine Chaos“, sagte Chad Wells dem Sender CNN. Er hatte mit seinem Sohn den Zieleinlauf seiner Frau verfolgt, als die Bomben explodierten.

New Kids on the Block-Sänger Joey McIntyre ist beim Boston Marathon am Montag kurz vor den Anschlägen ins Ziel gekommen. „Es gab eine Explosion an der Ziellinie etwa fünf Minuten nachdem ich fertig war“, twitterte der Musiker kurz nach seinem Zieleinlauf. „Ich bin ok, aber ich bin mir sicher, dass viele verletzt wurden“. Einige Stunden später drückte er sein Mitgefühl für die Betroffenen aus. Er sei sprachlos. Es werde eine Weile dauern, dies zu verarbeiten, gab der dreifache Vater an. Kurz nach den tödlichen Explosionen hatte sein Bandkollege Donnie Wahlberg auf Twitter um Rückmeldung gebeten, ob jemand wisse, ob McIntyre okay sei. „Bitte betet für alle in Boston“, schrieb er weiter.

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