Brexit: London macht mobil

, aktualisiert 08. Februar 2017, 22:40 Uhr
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Londons Bürgermeister Sadiq Khan will „kurz nach dem erwarteten Datum für den Start von Artikel 50“ eine Europa-Reise antreten. Bereits am 26. März soll er als erste Station Berlin besuchen.

von Kerstin LeitelQuelle:Handelsblatt Online

Londons Bürgermeister Sadiq Khan kündigt für Ende März eine Europa-Reise an. Erste Station: Berlin. Die Hinweise verdichten sich, dass der Brexit-Brief der britischen Regierung früher als gedacht abgeschickt wird.

LondonDie Hinweise darauf, dass Großbritannien schon Tage vor der offiziell verkündeten Deadline Ende März offiziell den Austritt aus der Europäischen Union beantragen wird, verdichten sich. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan will „kurz nach dem erwarteten Datum für den Start von Artikel 50“ eine Europa-Reise antreten, kündigte er am Dienstagabend vor Journalisten an. Bereits am 26. März werde er als erste Station Berlin besuchen, sagte eine seiner Mitarbeiterinnen am Rande der Veranstaltung dem Handelsblatt.

Offiziell hat die britische Regierung lediglich erklärt, Premierministerin Theresa May werde „vor Ende März“ den entsprechenden Antrag in Brüssel einreichen. Britische Zeitungen hatten spekuliert, London könne schon am 9. März so weit sein - von Seiten der Regierung waren derartige Berichte jedoch immer mit Verweis auf die offiziellen Aussagen abgeschmettert worden.

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Auch um die anderen EU-Länder nicht zu verärgern, gilt es als wahrscheinlich, dass May mit ihrem Brief nicht zu lange wartet. Schließlich ist am 25. März das 60-jährige Jubiläum der Verträge von Rom.

Am 25. März 1957 hatten die Staats- und Regierungschef von Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg und den Niederlanden in der italienischen Hauptstadt die Verträge unterschrieben, die die Basis für die Gründung der Europäischen Union legten. 1973 hatte sich Großbritannien dem Bündnis angeschlossen.

Am 23. Juni des vergangenen Jahres hatte sich jedoch eine knappe Mehrheit der Briten in einem Referendum für den Austritt aus der EU entschlossen. Zwar gibt es Widerspruch gegen den geplanten Brexit. Im britischen Parlament wurde ein Gesetzesentwurf für den Abschied jedoch in einer ersten Abstimmung durchgewinkt. Bis zum 7. März soll der Gesetzesentwurf durch beide Kammern des Parlaments gegangen sein, dann könnte May den Brexit-Brief abschicken.

Quelle:  Handelsblatt Online
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