Brot für die Welt : Freihandelsabkommen gefährdet Kleinbauern

Brot für die Welt : Freihandelsabkommen gefährdet Kleinbauern

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Allein knapp 56 Millionen Euro Spenden wurden gesammelt, rund 600.000 Euro mehr als im Jahr zuvor.

In mehr als 90 Ländern unterstützt "Brot für die Welt" lokale Hilfsprojekte. Besonders in Asien und Afrika ist die Hilfsorganisation aktiv. Doch das geplante Freihandelsabkommen könne die Kleinbauern gefährden.

Von der Dorfbäckerei in Angola bis zu Tiefbrunnen im indischen Anantapur: Im Kampf gegen Armut, Hunger und Ungerechtigkeit hat Brot für die Welt im vergangenen Jahr Hilfsprojekte in mehr als 90 Ländern unterstützt - mit 223 Millionen Euro. „Das Jahr 2013 war für uns ein gutes Jahr, weil uns viel Geld anvertraut wurde“, bilanzierte die Präsidentin des evangelischen Entwicklungsdienstes, Cornelia Füllkrug-Weitzel, am Mittwoch in Berlin.

Allein knapp 56 Millionen Euro Spenden wurden gesammelt, rund 600.000 Euro mehr als im Jahr zuvor. Hinzu kamen 2,4 Millionen Euro aus Nachlässen sowie 65 Millionen Euro von den Kirchen. Weitere rund 126 Millionen gab der Bund, vor allem das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit.

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Der Schlüssel zur Bekämpfung weltweiten Hungers liege in der kleinbäuerlichen Landwirtschaft, betonte Füllkrug-Weitzel. Sie kritisierte die Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA. „Die Industrie verspricht sich vom Abkommen einen „Goldenen Standard“ auch für andere Verträge.“ Dies könne aber zur Folge haben, dass kleine lokale Märkte auch in Drittstaaten künftig nicht mehr geschützt werden könnten.

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Füllkrug-Weitzel nannte Brasilien als Beispiel. Dort versuche die Regierung derzeit mit dem staatlichen Schulspeisungsprogramm auf Basis regionaler Produkte zwei Armutsprobleme zu lösen: das Einkommen kleinbäuerlicher, unter Billigimporten leidender Familien zu stabilisieren und mangelernährte Kinder satt zu machen. Solche Kooperationen könnten via TTIP als „lokale Handelshemmnisse“ künftig verboten werden, fürchtet Füllkrug-Weitzel.

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