Brüsseler Steuerermittlungen wegen Starbucks & Co.: US-Finanzministerium attackiert EU-Kommission

Brüsseler Steuerermittlungen wegen Starbucks & Co.: US-Finanzministerium attackiert EU-Kommission

, aktualisiert 25. August 2016, 10:08 Uhr
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Konzerne wie Apple und Starbucks konnten in EU-Ländern jahrelang Steuern in Milliardenhöhe sparen.

Quelle:Handelsblatt Online

Transatlantische Spannungen: Das US-Finanzministerium kritisiert die Steuerermittlungen Brüssels – und droht mit Gegenmaßnahmen. Die EU geht gegen Mitgliedsländer vor, die Konzerne mit hohen Steuerrabatten anlocken.

WashingtonDie Steuerermittlungen der EU-Kommission gegen Mitgliedsländer, bei denen es um hohe Nachzahlungen durch amerikanische Unternehmen geht, sorgen für spürbare Spannungen mit den USA. Kurz vor der erwarteten Entscheidung zum Apple-Standort Irland kritisierte das US-Finanzministerium das Vorgehen der Brüsseler Behörde in scharfen Worten und drohte mit nicht näher beschriebenen Gegenmaßnahmen.

Die EU-Kommission prüft in bereits seit Jahren laufenden Verfahren, ob Mitgliedstaaten Unternehmen mit Steuervergünstigungen ins Land lockten. Solche Deals werden als Wettbewerbsverzerrung verfolgt. Die Unternehmen können dann aufgefordert werden, Steuern nachzuzahlen.

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Die Kaffeehaus-Kette Starbucks in den Niederlanden und der Autobauer Fiat Chrysler in Luxemburg sollen bereits Dutzende Millionen Euro erstatten und gingen dagegen vor Gericht. Im Fall von Apple könnte es in Irland um einige Milliarden gehen. Die Investmentbank JPMorgan schätzte den Betrag laut Medienberichten auf bis zu 19 Milliarden Dollar.

In einem am späten Mittwochabend (Ortszeit) veröffentlichten Papier des amerikanischen Finanzministeriums heißt es nun, die Wettbewerbsaufsicht der EU-Kommission agiere als übernationale Steuerbehörde und gefährde dadurch internationale Vereinbarungen zur Eindämmung von Steuerflucht. Die Nachzahlungen könnten zudem die Steuerlast der Unternehmen in den USA entsprechend verringern. Das Ministerium „prüft weiterhin eventuelle Antworten, wenn die Kommission an ihrem aktuellen Kurs festhält“, hieß es.

Quelle:  Handelsblatt Online
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