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Buch-Neuerscheinung: Bill Clinton spottet über Obamas Fehler

Quelle: Handelsblatt Online

Expräsident Clinton meldet sich zu Wort. In einem neuen Buch geht er mit den Republikanern ins Gericht. Aber auch Parteikollege Obama bekommt sein Fett weg.

In seinem neuen Buch kritisiert Clinton (l.) seinen Parteifreund. Quelle: dpa
In seinem neuen Buch kritisiert Clinton (l.) seinen Parteifreund. Quelle: dpa

WashingtonDer frühere US-Präsident Bill Clinton lastet seinem Parteifreund Barack Obama und dessen Demokraten in einem neuen Buch zwei „Schlüsselfehler“ an. Der erste sei das Versäumnis, die US-Schuldenobergrenze nicht in den ersten beiden Jahren der Obama-Amtszeit angehoben zu haben, berichtete die „Washington Post“. Während dieser Zeit hätten die Demokraten noch eine Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses gehabt.

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Zudem habe während des Kongresswahlkampfes 2010 eine effektive nationale Botschaft als Gegengewicht zu der republikanischen gefehlt, hebt Clinton der Zeitung zufolge hervor. Es habe keine Anzeigenkampagne gegeben, „um das bisher Erreichte zu erklären und zu verteidigen“ und das Programm für die nächsten zwei Jahre mit den Vorschlägen der Republikaner zu vergleichen. Clinton deute außerdem „verhüllt“ darauf hin, dass Obamas Kritik an der Wall Street zu harsch und kontraproduktiv gewesen sei, schreibt das Blatt.

Das Clinton-Buch „Back to Work: Why We Need Smart Government for a Strong Economy“ (Übersetzt ungefähr: Zurück an die Arbeit: Warum wir eine kluge Regierung für eine starke Wirtschaft brauchen) kommt am Dienstag in den USA auf den Markt. Der „Washington Post“ liegt nach eigenen Angaben ein Vorab-Exemplar vor.

Die von der Zeitung zitierte Kritik Clintons bezieht sich auf das lange Gezerre im Kongress über eine Anhebung der Schuldengrenze im vergangenen Sommer. Die USA hatten damals am Rande eines Staatsbankrotts gestanden, ihre Topbonität wurde in Mitleidenschaft gezogen. Obama setzte sich schließlich durch, aber um den Preis großer Zugeständnisse an die Republikaner bei Einsparungen. Das Tauziehen um weitere konkrete Einschnitte im Kongress hält an.

Nach Angaben der „Washington Post“ geht Clinton in seinem Buch in erster Linie scharf mit den Konservativen ins Gericht. So mache er deren „Antiregierungs-Ideologie“ für die blutarme US-Wirtschaft, die hohe Arbeitslosigkeit und für mangelnde Wettbewerbsfähigkeit auf der Weltbühne verantwortlich.

Streckenweise zeichne Clinton ein düsteres Bild von der US-Wirtschaftslage, heißt es weiter. Es sei ermutigend, dass Menschen rund um die Welt ihre Version des „amerikanischen Traums“ zu verwirklichen suchten. Aber es sei besorgniserregend, „dass andere einen besseren Job als wir dabei hinlegen, ihn (den amerikanischen Traum) dem eigenen Volk zu bescheren“, zitiert die Zeitung Clinton.

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