Bundespräsident: Steinmeier betont Interesse an Abkommen mit Neuseeland

Bundespräsident: Steinmeier betont Interesse an Abkommen mit Neuseeland

, aktualisiert 06. November 2017, 03:28 Uhr
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Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier geht am Government House in Wellington durch den Park: Als starke Exportnation habe Deutschland „größtes Interesse“ an einem Freihandelsabkommen mit Neuseeland.

Quelle:Handelsblatt Online

Frank-Walter Steinmeier ist als erster Bundespräsident seit vielen Jahren in Neuseeland. Dort sprach er sich unter anderem für ein baldiges Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Pazifikstaat aus.

Wellington Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat sich für ein baldiges Freihandelsabkommen zwischen der EU und dem Pazifikstaat Neuseeland ausgesprochen. Bei einem Staatsbesuch warb Steinmeier am Montag in Wellington dafür, nach dem Brexit-Beschluss Großbritanniens nun möglichst schnell mit Verhandlungen zu beginnen. Großbritannien ist traditionell Neuseelands wichtigster Handelspartner in Europa.

Steinmeier sagte bei einem Treffen mit der neuen Premierministerin Jacinda Ardern, Deutschland habe als starke Exportnation „größtes Interesse“ an einem solchen Abkommen. Auch Ardern, die erst seit wenigen Tagen im Amt ist, zeigte sich zu baldigen Verhandlungen mit der EU bereit. Einen konkreten Termin für den Beginn der Gespräche gibt es noch nicht.

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Beide machten das Interesse an einem Erfolg der Weltklimakonferenz (COP23) deutlich, die an diesem Montag in Bonn beginnt. Ardern erneuerte dabei auch das Angebot, Klimaflüchtlinge aus anderen Pazifikstaaten wie Kiribati oder Tuvalu aufzunehmen, die wegen des steigenden Meeresspiegels ihre Heimat verlassen müssen.

Steinmeier appellierte an die Teilnehmer der zweiwöchigen Konferenz, die Vereinbarungen des Pariser Klima-Abkommens von 2015 jetzt auch in „konkrete Politik“ umzusetzen. „Es darf nicht zugelassen werden, dass wir hinter die anspruchsvollen Vereinbarungen zurückfallen.“ US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, aus dem Abkommen wieder aussteigen zu wollen. Bislang sind allerdings keine anderen Staaten den USA gefolgt.

Der Besuch in Neuseeland ist dritte Station einer achttägigen Reise auf die andere Seite der Erdkugel. Zuvor war Steinmeier bereits in Singapur und Australien. Begleitet wird er von seiner Frau Elke Büdenbender. Der letzte Staatsbesuch eines Bundespräsidenten in Neuseeland liegt bereits 16 Jahre zurück.

Quelle:  Handelsblatt Online
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