Bundesregierung zu Gerüchten: Trump übergab Merkel keine Rechnung

Bundesregierung zu Gerüchten: Trump übergab Merkel keine Rechnung

, aktualisiert 27. März 2017, 14:22 Uhr
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Bei ihrem Treffen mit Präsident Donald Trump hatte Merkel zugesagt, die Verteidigungsausgaben der Bundesrepublik zu erhöhen.

Quelle:Handelsblatt Online

Der US-Präsident meint, Deutschland schulde der Nato eine „riesige Summe“. Gerüchte, der Präsident habe Merkel bei ihrem Treffen eine Rechnung präsentiert, wurden von der Bundesregierung allerdings dementiert.

BerlinDie Bundesregierung hat Medienberichte dementiert, wonach US-Präsident Donald Trump Kanzlerin Angela Merkel bei ihrem Besuch in Washington eine Rechnung von rund 346 Milliarden Euro präsentiert haben soll. Laut der „Sunday Times“ handelt es sich dabei um die Summe, die Deutschland der Nato nach Ansicht Trumps schuldet. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte dazu am Montag in Berlin: „Berichte, wonach Präsident Trump der Bundeskanzlerin eine Art Rechnung über eine konkrete Milliardensumme vorgelegt habe, treffen nicht zu.“ So etwas wie ein Schuldenkonto kenne die Nato gar nicht.

Bekannt sei, dass Merkel und Trump beim Treffen Mitte März auch über die Verteidigungsausgaben gesprochen hätten, sagte Seibert. Deutschland wolle entsprechend den Verabredungen im Bündnis die Bundeswehr weiter stärken und dafür mehr Geld bereitstellen.

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Trump hatte nach seinem Treffen mit Merkel Mitte März erklärt, Deutschland schulde der Nato und den USA „riesige Summen“. Sein Land gewähre Deutschland eine mächtige und teure Verteidigung. Merkel hatte in Washington zugesagt, die Verteidigungsausgaben zu erhöhen. Trump rechnet allerdings Summen auf, die sich daraus ergeben, dass Deutschland seit der ersten Nato-Selbstverpflichtung im Jahr 2002 unter dem Zwei-Prozent-Ziel blieb.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte erklärt, es sei falsch, das gemeinsame Ziel der Mitgliedsstaaten, bis 2024 zwei Prozent der Wirtschaftsleistung für Verteidigung auszugeben, nur auf die Nato zu beziehen. Die Verteidigungsausgaben gingen genauso in UN-Friedenseinsätze und in den deutschen Beitrag im Kampf gegen die Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS).

Quelle:  Handelsblatt Online
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