Bundeswehr: Afghanistan-Einsatz kostet 1,5 Milliarden Euro

Bundeswehr: Afghanistan-Einsatz kostet 1,5 Milliarden Euro

von Christian Ramthun

Die Kosten für den deutschen Einsatz am Hindukusch steigen in diesem Jahr steil an. Die Soldaten brauchen vor allem besseres Material.

„Dieses Jahr wird ein kritisches Jahr sein“, warnte Stanley McChrystal, US-General und Oberbefehlshaber der Alliierten in Afghanistan, bei seinem Berlin-Besuch am vergangenen Mittwoch. 5350 Soldaten hat Deutschland in dem asiatischen Land stationiert und ist damit drittgrößter Truppensteller. Angesichts der zunehmenden Angriffe will Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Schutz erhöhen und stockt den Etat für die Schutztruppe auf.

Ursprünglich hatte er für dieses Jahr 832 Millionen Euro eingeplant, jetzt stellt er 1,059 Milliarden Euro bereit. Die Mehrkosten von 227 Millionen Euro – ein Plus von 27 Prozent – seien der „neuen Situation“ geschuldet und würden vom Verteidigungsministerium durch Umschichtungen im eigenen Etat gegenfinanziert, sagt ein Ministeriumssprecher.

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Ministerien beteiligen sich

Insgesamt kostet das Afghanistan-Engagement den deutschen Steuerzahler in diesem Jahr 1,5 Milliarden Euro. 250 Millionen Euro kommen aus dem Entwicklungshilfeministerium, das damit seine Ausgaben für Afghanistan gegenüber dem Vorjahr nahezu verdoppelt. Das Außenministerium will 181 Millionen Euro für den Krisenherd ausgeben und das Innenministerium zwölf Millionen Euro.

Eine über 2010 hinausgehende Prognose für die weitere Ausgabenentwicklung will die Bundesregierung nicht wagen. Dies entziehe sich, so Finanzstaatssekretär Steffen Kampeter, „mangels Vorhersehbarkeit der weiteren Rahmenbedingungen des Einsatzes einer seriösen Prognose“. Alles in allem hat die Bundesrepublik für ihr Afghanistan-Engagement seit 2002 rund 6,2 Milliarden Euro ausgegeben.

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