China: Investitionen im Ausland nur noch unter Auflagen

China: Investitionen im Ausland nur noch unter Auflagen

, aktualisiert 18. August 2017, 16:53 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Chinas Unternehmen sollen im Ausland nicht mehr mit Geld um sich werfen. Vor allem Bereiche wie Hotellerie, Immobilien und Sport sind betroffen.

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Chinesische Übernahmen im Ausland sollen stark eingeschränkt werden.

PekingDie chinesische Führung will heimische Unternehmen bei Investitionen im Ausland stärker an die Kandare nehmen. Aufkäufe in den Bereichen Hotellerie, Immobilien und Unterhaltung sowie von Sportclubs würden Beschränkungen auferlegt, heißt es in einer staatlichen Mitteilung vom Freitag. Chinesische Unternehmen seien „bei Auslandsinvestitionen nicht bloß mit relativ guten Chancen, sondern auch mit verschiedenen Risiken konfrontiert.“

In einer weiteren Mitteilung ist von „irrationalen“ Investitionen jenseits der Realwirtschaft die Rede. Während dies künftig unterbunden werden solle, seien gleichzeitig Engagements etwa in den Ausbau der „Seidenstraße“ zu unterstützen. Peking plant derzeit Milliardeninvestitionen in Straßen, Schienen und weitere Infrastruktur, um Handelskorridore zu schaffen, die quer durch Asien und bis nach Afrika sowie Europa reichen.

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Zuletzt hatten chinesische Geschäftsleute unter anderem die beiden Mailänder Fußballclubs Inter und AC übernommen. Auch in der Wirtschaft sind chinesische Firmen auf breiter Front aktiv. Dabei kam es zu Übernahmen auch deutscher Unternehmen wie dem Roboterbauer Kuka. Solche Fusionen sollen China mittelfristig die technologische Weltführung ermöglichen, sie dürften daher nach Ansicht von Experten weiterhin im Fokus bleiben.

Chinas Führung stemmt sich bereits seit einiger Zeit unter anderem mit Kapitalverkehrskontrollen gegen eine massive Kapitalflucht. Denn angesichts von Risiken aufgrund einer wirtschaftlichen Abkühlung bei gleichzeitiger hoher Verschuldung vor allem der Unternehmen sowie der Gefahr einer Überhitzung am Immobilienmarkt wird seit geraumer Zeit viel Geld aus dem Land geschafft – wenn auch in diesem Jahr bislang deutlich weniger als im bisherigen Rekordjahr 2016.

Quelle:  Handelsblatt Online
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