China: Lenovo-Chef: Wir steigen ins deutsche Endkundengeschäft ein

China: Lenovo-Chef: Wir steigen ins deutsche Endkundengeschäft ein

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Bill Amelio, CEO des chinesischen Computerherstellers Lenovo

Der Computerhersteller Lenovo will in Europa verstärkt ins Endkundengeschäft einsteigen und das Geschäft mit kleinen und mittleren Unternehmen ausbauen. Das kündigte Lenovo-CEO Bill Amelio im Gespräch mit dem China-Sonderheft der WirtschaftsWoche an, das am kommenden Montag erscheint.

„Wir wollen zunächst unser Geschäftsmodell, mit dem wir in China erfolgreich sind, auf andere Länder übertragen. Wir bieten kleinen und mittleren Geschäftskunden Anlagen zu günstigen Preisen. In Deutschland wachsen wir damit zurzeit zweistellig“, sagte Amelio. Außerdem kündigt der Lenovo-Chef den Einstieg ins Geschäft mit Privatkunden an. „In Frankreich steigen wir jetzt auch ins Privatkundengeschäft ein. Wenn das funktioniert, kommen wir damit auch nach Deutschland.“

Ob damit eine Übernahme des Computerherstellers Fujitsu Siemens verbunden ist, ließ Amelio offen. Allerdings wollte er Übernahmen nicht ausschließen. „Gleichzeitig beobachten wir natürlich den Konsolidierungsprozess in der Branche sehr genau. Wenn es interessante Übernahmekandidaten gibt, sind wir zur Stelle.“

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Nach dem Sponsoring der Olympischen Spiele in Peking will sich Lenovo künftig wieder auf begrenzte Sportereignisse und Schwellenländer konzentrieren. „Peking war unsere große Coming-out-Party. Künftig wollen wir weniger globale Veranstaltungen unterstützen, sondern lokal begrenzte Events. Wir sponsern etwa den Rennstall Williams in der Formel I. Dadurch erzielen wir eine große Wirkung bei der Verbreitung unserer Marke in wichtigen Märkten, etwa in Europa. Aber wir konzentrieren uns auf Schlüsselmärkte, vor allem auf Schwellenländer, von wo 70 Prozent der Nachfragezuwächse nach Computern kommen.“

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