China und Kina: Komparsenrolle in einem chinesischen Film

China und Kina: Komparsenrolle in einem chinesischen Film

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Christine Elkemann im Film

Gestern haben wir am Filmdreh des Spielfilms „Mei lanfang“ teilgenommen. Mei lanfang (1894 - 1964) war einer der berühmtesten Peking-Oper-Darsteller. Der Film ist eine Biographie seines Lebens.

Wir wurden zusammen mit etwa 30 anderen Studenten vom SISU - Guesthouse zum Filmset transportiert. Dort angekommen, wurden wir zunächst mit Kleidung im Stil der 20er/30er Jahre des vorigen Jahrhunderts ausgestattet und die Damen bekamen das passende Make-Up.

Kurz danach wurde auch schon die erste Szene gedreht. In der Szene sollte ein Theater in New York dargestellt werden, in dem Mei lanfang aufgetreten ist. Es war schon beeindruckend, an einem Filmset zu sein. An den Außenmauern des Theaters hingen riesige Plakate des Opernstars, es gab mehrere Schneemaschinen und auch Nebel hat nicht gefehlt. Dieser wurde jedoch von kleinen nach Schwefel stinkenden Steinchen erzeugt.

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Wir haben mehrmals versucht Fotos vom Filmset zu machen, doch wir wurden jedes Mal von den Mitarbeitern hierfür verwarnt. Wenigstens konnten wir noch unentdeckt und ungestraft ein Foto von uns in der Originalfilmkleidung machen.

Die erste Szene war relativ unspektakulär. Vier Oldtimer fuhren vor dem Theater her, während die Theaterbesucher in das Theater strömten. Jonas und ich spielten ein Pärchen, welches die Straßenseite wechselt, um auch die Vorstellung Mei lanfangs zu hören. Nachdem diese Szene circa fünf Mal gedreht wurde, durften sich alle für eine Weile ausruhen.

Für die nächste Szene wurde eine „Amerikanerin“ benötigt. Daher schlängelten sich die Mitarbeiter des Sets durch die Komparsen, um jeden nach seiner Nationalität zu fragen. Doch unter den etwa 80 Menschen fand sich keine Amerikanerin. Circa 70 Prozent aller Komparsen kamen aus Russland. Plötzlich zeigte ein Agent auf mich und forderte mich dazu auf, mit ihm zu kommen. Ich wurde der Regieassistentin vorgeführt. Sie entschied dass ich die Rolle spielen solle. Witzig war, dass ich gefragt wurde, ob ich Englisch spreche. Ich bejahte dies. Doch die Rolle sah nicht einmal vor, dass man sprechen musste. Ich spielte eine reiche Dame, die zusammen mit ihrem Gatten in einem Oldtimer zum Theater chauffiert wird. Diese Szene wurde auch circa vier Male gedreht.

Zuletzt spielte ich noch einmal eine Dame, die mit ihrem Mann die Straße vor dem Theater während eines Schneegestöbers passiert.

Die Bezahlung war relativ schlecht. Wir erhielten für zehn Stunden umgerechnet 45 Euro. Alle in allem war es eine interessante Erfahrung, an den Filmarbeiten teilgenommen zu haben. Ein Mitarbeiter des Filmsets sagte, dass der Film sogar außerhalb Chinas gezeigt werden wird. Man darf gespannt sein.

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