Countdown zur US-Pleite: „Es muss eine Lösung geben“

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Countdown zur US-Pleite: „Es muss eine Lösung geben“

von Angela Hennersdorf

Der Druck auf die USA, im Haushaltsstreit zu einer Lösung zu kommen, nimmt zu. Nicht nur die Bankenbosse Anshu Jain und Jamie Dimon fürchten katastrophale Folgen, auch Finanzminister Wolfgang Schäuble warnt.

Die Schlange der Besucher an der Pennsylvania Avenue in Washington wickelt sich um den ganzen Block. So viel Andrang hatte das Newseum in der amerikanischen Hauptstadt schon lange nicht mehr. Das mag daran liegen, dass die Ausstellung in dem Museum zum 50. Todestag von John F. Kennedy viele Besucher anlockt.

Vor allem aber liegt der Besucherandrang am „government shutdown“. All die Touristen wissen nicht, was sie mit ihren schönen freien Tagen in der Hauptstadt Amerikas anfangen sollen. Die beliebten Museen an der National Mall sind allesamt geschlossen, das Lincoln Memorial ist abgesperrt, öffentliche Parks sind ebenfalls geschlossen. Man kann mit den Kindern nicht mal in den Zoo gehen – der hat wegen der Haushaltskrise in den USA auch zu.

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Während sich die Touristen die Beine in den Bauch stehen, reden sich Wirtschaftsbosse und Politiker, die gerade ebenfalls zu Besuch in Washington sind, den Mund fuselig und drängen die Amerikaner, den Nervenkrieg um eine mögliche Staatspleite so schnell wie möglich zu beenden.

USA Die unheimliche Macht der Tea Party

Selbst moderate Republikaner kritisieren die Anhänger der Tea Party als „Lemminge mit Sprengstoffwesten“. Doch wer steckt hinter den Erzkonservativen im US-Parlament, und warum nehmen sie eine Staatspleite in Kauf?

Aufmacher Tea Party Quelle: rtr

„Es muss, es muss eine Lösung geben“, sagt Finanzminister Schäuble. Das habe er im Gespräch mit dem amerikanischen Wirtschaftsminister Jack Lew betont. Die Amerikaner wüssten sehr wohl, was auf dem Spiel stünde, falls es tatsächlich zu einer Staatspleite käme. Ohne eine Anhebung der Schuldengrenze droht der weltgrößten Volkswirtschaft schon vom 17. Oktober an die Zahlungsunfähigkeit. Seit dem ersten Oktober verfügen die USA zudem über keinen gültigen Etat. Deshalb sind Hunderttausende Staatsbedienstete im Zwangsurlaub.

Europa nicht mehr Hauptsorge der Weltwirtschaft

Europa sei nicht mehr die Hauptsorge der Weltwirtschaft, so Schäuble. „Alle sehen, wir sind in Europa gut vorangekommen.“ Die Risiken hätten sich in Richtung Schwellenländer verschoben. Es sei bei dem Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank nicht nur um die US-Haushaltskrise, sondern auch über die Risiken durch einen Ausstieg der US-Notenbank Fed aus der sehr expansiven Geldpolitik gesprochen worden.
Der Zeitpunkt für das Ende der Fed-Politik des billigen Geldes sei noch völlig offen. Es gebe aber breite Übereinstimmung, dass der Ausstieg gut abgestimmt und klar kommuniziert werden müsse, sagte Schäuble: Die besonders großzügige Geldpolitik werde endlich sein.

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