Ein Sprecher von Beijing Benz DaimlerChrysler (BBDC) sagte, die Angelegenheit sei bereits mit den Kulturbehörden geregelt. Es gebe eine Übereinkunft, so dass die Arbeiten an dem Projekt jetzt weitergingen. „Alles ist wieder zurück im Normalzustand.“ Das Unternehmen habe keine chinesischen Gesetze gebrochen. Die ersten Grabstätten auf dem Gelände der Entwicklungszone Yizhuang im Süden der chinesischen Hauptstadt seien bereits 2004 entdeckt worden, schrieb die Zeitung, die von einer „Schlacht“ um den Schutz von Kulturgütern sprach. Sieben Gräber stammten aus den Han-Dynastie (206 vor bis 220 nach Christus), andere aus der Tang-, Jin- und Liao-Dynastie. Das Unternehmen habe sich geweigert, 510.000 Yuan (50.000 Euro) für die archäologische Untersuchung zu zahlen, wozu es als Bauherr verpflichtet sei, berichtete das Blatt. Als sich das Joint Venture von DaimlerChrysler und Beijing Automotive (BAIC) beim Vizebürgermeister über die aufdringlichen Kulturbehörden beklagt habe, die den Aufbau des für Peking wichtigen Werkes in Verzug brächten, ist der Streit nach Darstellung des Blattes eskaliert. Die Bauarbeiten seien im April eingestellt, aber zwischenzeitlich wieder aufgenommen worden. In der neuen Autofabrik auf dem 1,9 Quadratkilometer großen Gelände will das Gemeinschaftsunternehmen BBCD künftig im Jahr rund 25.000 Pkw der E- und C-Klasse fertigen.
DaimlerChrysler-Werk in China: Chinesischer Friedhof verzögert Fertigstellung
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