Davos Diary 2010: Warum Hubert Burda Gottes begabtester Netzwerker ist

Davos Diary 2010: Warum Hubert Burda Gottes begabtester Netzwerker ist

Bild vergrößern

Der Verleger Hubert Burda

WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy über den Davoser Night-Cup von Hubert Burda, bei dem der Verleger Gott und die Welt in rasender Geschwindigkeit miteinander bekannt macht.

Davos ist der Ort der Kontaktsuche, Kontaktpflege, Netzwerke. Ohne Krawatte und im Pulli, mit Bergstiefeln wegen des hohen Schnees und gemeinsam in den langen Schlangen vor den überlasteten Garderoben wächst die Nähe der Eliten über alle Grenzen.

Aber Gottes begabtester Netzwerker ist und bleibt einer der Urväter von Davos, der Münchner Verleger Hubert Burda (Focus, Bunte). Eine Teilnahme bei seinem Night-Cup, das um 22.00 Uhr im Belvedere startet, ersetzt vermutlich einige Tausend Flugkilometer. Deshalb kommen die Chefs der deutschen Dax-Unternehmen wie RWE-Boss Jürgen Großmann, EnBW-Lenker Hans-Peter Villis, E.On-Chef Wulf Benotat und sein Nachfolger Johannes Teyssen. Die Chefs der Chemieunternehmen sind ebenfalls da, und sie alle folgen Paul Coelho auf dem Weg zu Hubert Burda.

Anzeige

Der ist ständig damit beschäftigt, seine Gäste bei der Hand zu nehmen und zur nächsten Runde zu ziehen, mit der Bemerkung, "Ihr kennt Euch doch". Danach kennt man sich auf alle Fälle.

Und er stellt immer neue Runden zusammen mit einer Geschwindigkeit, die dem Atomspiel ähnelt: Gerade hier, jetzt woanders. Und so stehen sie in einer Runde,  die Gründer von Facebook, Twitter, Xing und Wikipedia. Rundherum deutsche Verleger, die da auch mitmachen wollen.

Endlich treffe ich auch Jeff Jarvis, den Internetguru und Propagandisten der virtuellen Welten. Wir hatten uns ja auf dem elektronischen Kiosk verabreden wollen, aber irgendwie konnten unsere Messenger einander nicht verstehen.

Aber wozu braucht man Facebook, Twitter und Internet, wenn es Hubert Burda gibt? Der ist schon wieder weg. Er stellt gerade ein Bankentreffen mit Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann, Bundesbank-Chef Axel Weber und Commerzbank-Boss Martin Blessing zusammen. "Ihr kennt Euch doch". Na klar.

Aber es ist auch eine Botschaft damit verbunden: einst war das die Focus-Party. Jetzt ist der Veranstalter Burdas Digitalfirma DLD, mit der er bereits 430 Millionen Euro Umsatz erzielt. Und die Party mit den Twitters und Facebooks ist der personalisierte Weg in die digitale Zukunft.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%