Demokratin : Hillary Clinton will US-Präsidentin werden

Demokratin : Hillary Clinton will US-Präsidentin werden

2008 trat Hillary Clinton gegen Barack Obama an und unterlag. Nun will die Demokratin ihrem Parteifreund ins Weiße Haus nachfolgen. Doch die Konkurrenz bei den Republikanern schläft nicht.

Jetzt ist es offiziell: Ex-Außenministerin Hillary Clinton unternimmt einen zweiten Anlauf auf das höchste Staatsamt der USA. Die Demokratin kündigte ihre Präsidentschaftskandidatur für 2016 an. „Amerikaner brauchen im Alltag eine Vorkämpferin“, schrieb Clinton auf ihrer Webseite. „Ich will diese Vorkämpferin sein.“ Geht ihr Konzept auf, wäre Clinton die erste Präsidentin der USA. Im Wahlkampf will die 67-Jährige vor allem mit Wirtschaftskompetenz und politischer Erfahrung punkten, wie es aus ihrem Umfeld heißt. Prominente Unterstützung bekam sie vom amtierenden Präsidenten Barack Obama. Ihre republikanischen Gegner Jeb Bush und Rand Paul brachten sich bereits mit Kritik in Stellung.

Clinton war 2008 schon einmal angetreten. Damals unterlag sie in den Vorwahlen dem späteren Präsidenten Obama. Diesem diente sie von 2009 bis 2013 als Außenministerin. Zuvor war sie Senatorin des Staats New York gewesen. Auch das Weiße Haus kennt Clinton bestens: Sie ist die Ehefrau des früheren Präsidenten Bill Clinton, der von 1993 bis 2001 amtierte. Clinton machte ihre Absicht zuerst in einer Email an Unterstützer in ihrer ersten Präsidentschaftskampagne bekannt. Es wird erwartet, dass sie bald durch die US-Staaten tourt, die in den Vorwahlen nächstes Jahr am wichtigsten sind, darunter Iowa und New Hampshire. Wie ihr Team am Sonntag mitteilte, will die Kandidatin erst im Mai ihre erste Großkundgebung mit einer Wahlkampfrede abhalten. Für Dienstag sei zunächst der Besuch einer Volkshochschule in Iowa geplant, am Tag darauf wolle Clinton sich bei einem Vertriebsfirma umsehen.

US-Präsidentschaftswahl 2016 Demokraten zweifeln an Clintons Kandidatur

Bei den Demokraten werden Rufe nach Alternativen für die Präsidentschaftskandidatur lauter. Nur auf die Ex-First-Lady zu setzen, gilt nunmehr als riskant. Die E-Mail Affäre von Hillary Clinton verunsichert.

Durch die E-Mail Affäre ist Hillary Clinton in Verruf geraten. US-Demokraten denken nun über eine Alternative für die Präsidentschaftskandidatur nach. Quelle: REUTERS

Nach Angaben ihrer Berater wird sich Clintons Wahlkampfstrategie an Obamas erfolgreiche Kampagne 2012 anlehnen. Damals legte er den Schwerpunkt auf Wähler der Mittelschicht und stellte die Republikaner als Partei der Reichen dar. Zum Auftakt ihrer Kampagne setzt Clinton daher auf Nähe zum Bürger. Damit will sie zeigen, dass sie ihre Nominierung nicht als gegeben betrachtet. Denn bereits 2008 war sie als haushohe Favoritin mit entsprechend großem Selbstbewusstsein ins Rennen gegangen, nur um dann von Obama bei der demokratischen Auftaktvorwahl in Iowa auf die Plätze verwiesen zu werden.

Zudem will Clinton ihren Willen zur Zusammenarbeit mit dem Kongress, mit Konzernen und den Staatschefs anderer Länder herausstellen. Sie werde sich als „hartnäckige Kämpferin präsentieren, die sich der wachsenden Macht einer zunehmend rechtslastigen republikanischen Partei entgegenstellen werde, sagten ihre Berater weiter. Das könnte als Distanzierung zu Obama verstanden werden, der in seiner Amtszeit mit einer politischen Blockade im Kongress zu tun hat.

Der wahrscheinliche republikanische Präsidentschaftsbewerber Bush kritisierte dagegen in einem am Sonntag veröffentlichten Video: „Wir müssen etwas Besseres leisten als die Obama-Clinton-Außenpolitik, die die Beziehungen zu unseren Verbündeten beschädigt und unsere Feinde gestärkt hat.“ Der bereits erklärte konservative Präsidentschaftsbewerber Paul attackierte Clinton, weil ihre Stiftung Spenden aus Saudi-Arabien angenommen habe. „Ich würde annehmen, wenn Hillary Clinton an die Rechte der Frau glaubt, dann müssten sie zum Boykott gegen Saudi-Arabien aufrufen“, sagte er dem Sender NBC. „Stattdessen nimmt sie zweistellige Millionenbeträge an.“

Der Vorsitzende des Organisationskomitees der Republikaner, Reince Priebus, wies auf anstehende Ermittlungen rund um die E-Mail-Affäre hin. Clinton hatte zuletzt mit Kritik zu kämpfen, weil sie als Außenministerin ein privates E-Mail-Konto für dienstliche Korrespondenz nutzte.

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Auch in den eigenen Reihen ist Clinton nicht völlig unumstritten. Der progressive Flügel der Demokraten wünscht sich eine populistischere Botschaft gegen die wachsende Einkommensungleichheit. Einige sehen zudem Clintons enge Bande zu Spendern von der Wall Street und die zentristische Wirtschaftspolitik unter ihrem Ehemann Bill skeptisch. Es ist aber nicht absehbar, dass Clinton starke Konkurrenz in der eigenen Partei haben wird. Einige weniger bekannte Politiker erwägen allerdings eine Kandidatur, darunter der Exgouverneur von Maryland, Martin O'Malley. Auf Seiten der Republikaner hat sich neben Paul der ebenso konservative Tea-Party-Kandidat Ted Cruz bereits offiziell erklärt. Von dem Senator Marco Rubio aus Florida und von Jeb Bush wird dies erwartet. Bush war früher Gouverneur von Florida. Er ist der Bruder von Ex-Präsident George W. Bush und der Sohn von dessen Vorvorgänger George H.W.Bush.

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