Die Ereignisse im Überblick: Obama nennt Boston-Anschlag einen „Terrorakt“

Die Ereignisse im Überblick: Obama nennt Boston-Anschlag einen „Terrorakt“

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Präsident Barack Obama ist sichtlich getroffen von den Ereignissen in Boston.

Bei den Explosionen in Boston sind drei Menschen ums Leben gekommen, über 100 wurden verletzt. Alles dreht sich um die Frage: Wer steckt hinter den Attacken? Die Ereignisse im Überblick.

+++ 18:46 Uhr

Die beim Boston-Marathon explodierten Bomben steckten nach CNN-Informationen in Dampfkochtöpfen. Die Behälter wiederum seien in schwarzen Rucksäcken verstaut gewesen, berichtete der Sender am Dienstag unter Berufung auf Ermittlerkreise. Bereits am Morgen hatte es Berichte gegeben, dass nach einem dunkelhäutigen Mann gesucht werde, der mit zwei Rucksäcken gesehen worden sei. Eine offizielle Bestätigung gab es dafür aber zunächst nicht. Polizeivertreter hatten auf einer Pressekonferenz in Boston am späten Vormittag (Ortszeit) jegliche Angaben zum Stand der Ermittlungen abgelehnt.

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+++ 17:58 Uhr

US-Präsident Barack Obama hat das Blutbad von Boston jetzt als Terrorakt bezeichnet. „Jedes Mal, wenn Bomben benutzt werden, um unschuldige Zivilisten ins Visier zu nehmen, ist es eine terroristische Gewalttat“, sagte Obama am Dienstag im Weißen Haus. Man wisse aber noch nicht, wer genau dahinter stecke. Am Montag hatte Obama das Wort Terrorismus noch vermieden. Bei der Explosion von zwei Bomben beim Boston-Marathon waren drei Menschen getötet worden, 176 wurden verletzt.
Der Präsident sprach von eine „gemeinen und feigen Akt“. Es werde etwas dauern, bis klar sei, auf wessen Konto das Verbrechen gehe. „Aber wir werden es herausfinden“, sagte Obama. Er bekräftigte, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen würden. Das amerikanische Volk weigere sich, terrorisiert zu werden, sagte Obama. Er fügte zugleich hinzu: „Wir werden wachsam bleiben.“ Obama rief die Bürger dazu auf, bei der Suche nach dem Täter oder den Tätern mitzuhelfen. Wer irgendwelche Informationen habe, solle sich melden.

+++ 17:03 Uhr

US-Verteidigungsminister Chuck Hagel hat den tödlichen Anschlag beim Marathon von Boston als „grausamen Terrorakt“ bezeichnet. Noch tappe die Regierung bei den Ermittlungen über die Drahtzieher und deren Motiven im Dunkeln, sagte Hagel am Dienstag zu Beginn einer vorab anberaumten Kongresssitzung. Eine lückenlose Untersuchung werde ans Licht bringen, ob es sich bei den Angreifern um Ausländer oder Einheimische handele. Jedes Ereignis, bei dem Sprengkörper zum Einsatz kämen, sei ein klarer Terrorakt, erklärte Hagel. Die Verantwortlichen würden zur Rechenschaft gezogen. Am Montag waren während des Marathons in Boston fast zeitgleich im Abstand von etwa hundert Metern in der Nähe der Ziellinie zwei Bomben explodiert.

+++ 16:40 Uhr

Die Polizei in der US-Ostküstenstadt Boston wird nach den Bombenanschlägen von den in der Terrorabwehr erfahrenen New Yorker Kollegen unterstützt. „Wir haben Ermittler nach Boston geschickt, die dort mit den Behörden zusammenarbeiten sollen“, sagte New Yorks Polizeichef Ray Kelly am Dienstag bei Bloomberg TV. Kelly hatte 1993 die Ermittlungen nach dem ersten Bombenanschlag auf das World Trade Center in New York geleitet.

Der Anschlag habe ihn nicht völlig überrascht. „Es gab vorher keine Hinweise, aber derartige Veranstaltungen ziehen solche Menschen an. Wo immer Tausende Menschen versammelt sind, ist das für Terroristen ein Ziel“, sagte Kelly. Er wollte aber noch keine Schlüsse ziehen, woher die Täter kommen. „Wir wissen kaum etwas, und ich möchte nicht spekulieren. Das wäre unangebracht, erst recht für einen Ermittler.“
In New York wurde die Polizeipräsenz deutlich verstärkt. „Das kostet viel Geld, aber die Menschen sollen sich sicher fühlen. Man kann furchtbaren Schaden anrichten, auch mit einer einfachen Bombe. Wir tun, was wir tun können, aber so etwas ist nicht gänzlich zu verhindern.“

+++ 16:10 Uhr

US-Botschafter Philip D. Murphy hat sich für die Solidarität aus Deutschland bedankt. Dass diese Tragödie in seiner Stadt passiert sei - noch dazu an einem Tag des freundschaftlichen Wettbewerbs - habe ihn geschockt, sagte Murphy am Dienstag in Berlin. Der Botschafter stammt aus der Nähe von Boston und ist auch selbst Marathon gelaufen. Die Stadt sei „zäh und unverwüstlich“ und werde sich erholen, sagte er. Die Tragödie werde die Menschen stärker zusammenschweißen. „Egal woher wir kommen, heute halten wir alle zu Boston."

+++ 15:48 Uhr

Bei dem Anschlag sind über die beiden explodierten Bomben hinaus keine weiteren Sprengsätze gelegt worden. Das teilte der Gouverneur von Massachusetts, Deval Patrick, am Dienstag auf einer Pressekonferenz mit. Zunächst hatte es in Medienberichten geheißen, dass möglicherweise zwei oder drei weitere Sprengsätze entdeckt worden seien, die glücklicherweise nicht funktioniert hätten. Patrick zufolge fand die Polizei mehrere verdächtig erscheinende Gegenstände, die vorsichtshalber gesprengt worden seien. Dabei habe es sich aber nicht um Bomben gehandelt. Die Zahl der Verletzten bei den Explosionen gab der Gouverneur mit mehr als 150 an.

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