Donald Trump: Berichte über Russland-Kontakte sind „fabrizierte Lügen“

Donald Trump: Berichte über Russland-Kontakte sind „fabrizierte Lügen“

, aktualisiert 28. Mai 2017, 16:44 Uhr
Quelle:Handelsblatt Online

Donald Trump hat Berichte amerikanischer Medien zu Russland-Verbindungen seines Schwiegersohns, Jared Kushner, als Lügen zurückgewiesen. Per Twitter wetterte der US-Präsident gegen „Fake-News-Schreiber“.

WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat Berichte als „fabrizierte Lügen“ zurückgewiesen, nach denen sein Schwiegersohn Jared Kushner einen geheimen Kommunikationskanal mit Russland plante. Nach der Rückkehr von seiner ersten Auslandsreise twitterte Trump am Sonntag: „Es ist meine Meinung, dass viele Leaks, die aus dem Weißen Haus kommen, fabrizierte Lügen sind.“ Er fügte hinzu: „Wenn immer Sie die Worte „Kreise sagen“ in den Fake-News-Medien sehen, und sie keine Namen nennen ... ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Quellen nicht existieren, sondern von Fake-News-Schreibern erfunden werden.“

Gewährsleute hatten der „Washington Post“ und der Nachrichtenagentur AP gesagt, dass Kushner im Dezember die Einrichtung eines geheimen Kommunikationskanals mit dem Kreml vorgeschlagen hatte. Kushner sprach demnach während eines Treffens mit dem russischen Botschafter im Dezember über das Thema. Ziel sei gewesen, dass der angestrebte geheime Kanal zwischen dem Kreml und dem Übergangsteam des bereits gewählten, aber noch nicht vereidigten Präsidenten Trump sensible Diskussionen erleichtern würde, um die Optionen der neuen Regierung mit Blick auf ihre Syrien-Politik auszuloten.

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Über Kushners Mitwirkung an dem angestrebten geheimen Kanal hatte zuerst die „Washington Post“ berichtet. Die Zeitung berief sich auf US-Regierungsmitarbeiter, die mit Geheimdienstinformationen über abgefangene Kommunikation nach Russland vertraut waren. Dem Bericht zufolge schlug Kushner Botschafter Sergej Kisljak vor, für die geheime Kommunikation diplomatische Einrichtungen Russlands zu nutzen - anscheinend, um so die Überwachung zu erschweren. Der Botschafter soll darüber „verblüfft“ gewesen sein, schrieb die „Post“.

Spitzenberater Trumps wollten am Samstag nicht zu den Berichten Stellung nehmen. Das machte Trump dann nach seiner Rückkehr per Twtter selbst.

Quelle:  Handelsblatt Online
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