Donald Trump: Sally Yates nach Kritik an Einreiseverbot gefeuert

Donald Trump: Sally Yates nach Kritik an Einreiseverbot gefeuert

Bild vergrößern

Donald Trump: Sally Yates nach Kritik an Einreiseverbot gefeuert

Die geschäftsführende US-Justizministerin mahnt ihre Anwälte zur Distanz zu Donald Trumps Einreiseverbot - und wird prompt gefeuert. Der US-Präsident präsentiert gleich einen Nachfolger.

US-Präsident Donald Trump hat die kommissarische Justizministerin Sally Yates nach ihrer Kritik am Einreiseverbot für Bürger bestimmter muslimischer Länder entlassen. Sie habe sich geweigert, eine legale Anordnung zum Schutz von US-Bürgern umzusetzen und damit das Justizministerium „verraten“, teilte das Weiße Haus am Montagabend (Ortszeit) zur Begründung mit. Yates sei zudem von der Vorgängerregierung von Barack Obama ernannt worden und habe Schwäche in Sachen Grenzschutz und illegaler Einwanderung gezeigt. Als deren Nachfolger berief Trump den bisherigen Staatsanwalt des Ostbezirks von Virginia, Dana Boente.

Der Präsident hatte am Freitag per Dekret einen dreimonatigen Einreisestopp für Staatsbürger der mehrheitlich muslimischen Länder Irak, Syrien, Iran, Sudan, Libyen, Somalia und Jemen verhängt. Trump setzte zudem das gesamte Regierungsprogramm zur Aufnahme von Flüchtlingen für vier Monate aus. Flüchtlinge aus Syrien dürfen für unbestimmte Zeit gar nicht mehr einreisen.

Anzeige

Der Erlass sorgte für Chaos an den Flughäfen, Proteste in den USA und Verunsicherung und Empörung in der muslimischen Welt. Auch in den Reihen der Republikaner regte sich Kritik an dem Dekret.

Donald Trump Amerika im Ausnahmezustand

Donald Trump krempelt die USA um. Während die Präsidenten-Familie aus ihrer Popularität Profit schlägt, werden Reporter attackiert und unschuldige Bürger an der Einreise gehindert. Zustände wie in einer Autokratie.

Demonstranten sitzen auf dem Boden und halten ein Plakat mit einer US-Flagge am 28.01.2017 am Seattle-Tacoma International Airport in Seattle, Washington, um gegen das Dekret von Präsident Trump zu protestieren, das einen Einreisestopp gegen Angehörige von sieben muslimischen Nationen verfügt. US-Präsident Trump hatte am 27.01.2017 weitreichende Einreisebeschränkungen verfügt, um «radikale islamische Terroristen» aus dem Land fernzuhalten. Foto: Genna Martin/seattlepi.com/AP/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Quelle: dpa

Inmitten der hitzigen Debatte gab die bisherige geschäftsführende Justizministerin und Generalstaatsanwältin Yates am Montag bekannt, dass sie die Anwälte im Ministerium angewiesen habe, Trumps Order nicht zu verteidigen. Sie sei nicht davon überzeugt, dass Trumps Exekutivanordnung rechtens oder deren Verteidigung mit der Verpflichtung ihrer Behörde vereinbar sei, „stets Gerechtigkeit anzustreben und für das Richtige einzustehen.“ Yates war nach dem Ausscheiden von Justizministerin Loretta Lynch, die noch unter Obama gedient hatte, an die Spitze des Ministeriums gerückt. Ihre Anweisung wäre ohnehin lediglich vorübergehend gültig gewesen, da Trumps Wunschkandidat für das Amt des Justizministers, Senator Jeff Sessions, wohl die Linie des Präsidenten stützen wird. Sessions' Nominierung muss noch vom Senat bestätigt werden.

Trump reagierte dennoch ungehalten auf Yates' Kritik. Den Demokraten warf er am Abend via Twitter vor, die Bestätigungen seiner Kandidaten für sein Kabinett „aus rein politischen Gründen“ hinauszögern. „Die haben nichts drauf außer zu blockieren. Haben jetzt eine Obama A.G. (Attorney General)“, schrieb er mit Blick auf Yates weiter.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%