„Dschihadi John“: IS-Mörder Ziel von US-Luftangriff in Syrien

„Dschihadi John“: IS-Mörder Ziel von US-Luftangriff in Syrien

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Die Koalition fliegt weiter Luftangriffe auf den "Islamischen Staat".

Der aus Kuwait stammende IS-Extremist „Dschihadi John“ gilt als besonders brutal. Nun wird er Ziel eines nächtlichen Luftangriffs der USA in der Extremisten-Hochburg Rakka. Ob er getötet wurde, ist noch unklar.

Die USA haben bei einem Luftangriff in Syrien den berüchtigten Mörder aus den Enthauptungsvideos der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ins Visier genommen. Wie der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Peter Cook, in der Nacht mitteilte, erfolgte der Angriff in der IS-Hochburg Rakka. Ob der Brite Mohammed Emwasi, bekannt als „Dschihadi John“, dabei getötet wurde, blieb zunächst unklar. „Wir prüfen die Ergebnisse des nächtlichen Einsatzes“, teilte Cook weiter mit.

„Dschihadi John“ ist eine der bekanntesten Figuren der sunnitischen Extremistengruppe. Er war erstmals im Enthauptungsvideo des US-Journalisten James Foley im August 2014 aufgetaucht. Er war an mehreren weiteren Enthauptungen beteiligt. Der Mann trat in den IS-Videos stets vermummt auf und sprach Englisch mit Londoner Akzent.

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Diese IS-Führer sucht die USA

  • Abd al-Rahman Mustafa al-Qaduli

    Sieben Millionen Dollar Kopfgeld setzen die USA auf al-Qaduli aus. Er sei ein Stellvertreter von Abu Musab az-Zarqawi gewesen, dem Kopf des IS-Vorgängers „Al-Qaida im Irak“.

  • Abu Mohammed al-Adnani

    Der Syrer, der gebürtig Taha Sobhi Falaha heißt, ist den USA eine Belohnung von fünf Millionen Dollar wert. Er soll einer der IS-Sprecher sein und habe wiederholt zu Angriffen auf die USA und den Westen aufgerufen.

  • Tarkhan Tayumurazovich Batirashvili

    Für Informationen über den Georgier Tarkhan Batirashvili zahlen die USA ebenfalls fünf Millionen Dollar. Er soll der Leiter eines Gefängnisses nahe Raka sein, in dem mehrere westliche Geiseln inhaftiert seien.

  • Tariq Bin-al-Tahar Bin al Falih al-‘Awni al-Harzi

    Drei Millionen Dollar zahlen die USA für den Tunesier al-Harzi. Er gilt als eines der frühen Mitglieder des IS und Anführer einer Armee von Selbstmordattentätern.

Emwasi soll zu einer Gruppe von IS-Kämpfern gehören, die aus Großbritannien zu den Extremisten kamen und intern „Die Beatles“ genannt werden, wie die US-Zeitung „Washington Post“ berichtete. Er gilt als brutal. Nach Angaben ehemaliger Gefangener soll er auch die berüchtigte Foltermethode „Waterboarding“ bei IS-Häftlingen angewendet haben.

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Die britische BBC hatte im Februar berichtet, Emwasi stamme aus Kuwait und sei jahrelang auf dem Radar des britischen Geheimdienstes gewesen. Dennoch gelang ihm die Ausreise nach Syrien und er konnte zu den Terroristen stoßen.

Die „Washington Post“ berichtete damals unter Berufung auf Emwasis früheres Umfeld, er sei in einer bürgerlichen Gegend in London aufgewachsen. Nach einem geplanten Safari-Trip nach Tansania im Mai 2009 habe er sich radikalisiert. Die Reise, die er demnach mit einem deutschen Konvertiten namens Omar und einem weiteren Mann namens Abu Talib unternehmen wollte, sei nie zustande gekommen. Das Trio sei am Flughafen von Daressalam von der Polizei eine Nacht festgehalten und anschließend abgeschoben worden. Die Gründe seien unklar.

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