Ehemaliger sowjetischer Außenminister: Eduard Schewardnadse ist gestorben

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Ehemaliger sowjetischer Außenminister: Eduard Schewardnadse ist gestorben

, aktualisiert 07. Juli 2014, 12:37 Uhr
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Eduard Schewardnadse (rechts) ist gestorben.

Der letzte sowjetische Außenminister Edward Schewardnadse ist im Alter von 86 Jahren in Tiflis gestorben. Das teilte sein Pressedienst am Montag mit. Schewardnadse galt als einer der Väter der Deutschen Einheit.

Schewardnadse war der letzte Außenminister der Sowjetunion und von 1995 bis 2003 der erst zweite Präsident Georgiens. Wie ein Sprecher mitteilte, starb er nach langer Krankheit. Während seines politischen Wirkens wurden insgesamt drei Attentate verübt, die er teils leicht, teils schwerer verletzt überlebt.


Den Deutschen bleibt Schewardnadse als einer der Wegbereiter der Wiedervereinigung unvergessen. Doch in seiner georgischen Heimat galt er als politischer Verlierer. Als Präsident der Kaukasusrepublik musste er in der Rosenrevolution 2003 gegen sein korruptes Regime aus Familienclans zurücktreten. Am 25. Januar 1928 in Mamati nahe der Schwarzmeer-Küste geboren, machte der Historiker Schewardnadse bereits zu Zeiten seines Landsmanns Josef Stalin von 1948 an Karriere in der Kommunistischen Partei der Sowjetunion (KPdSU).

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Der frühere Sowjetpräsident Michail Gorbatschow und Kremlchef Wladimir Putin haben den gestorbenen Eduard Schewardnadse als großen Politiker gewürdigt. „Er hat einen bedeutenden Beitrag zur Außenpolitik der Perestroika geleistet, war ein ehrlicher Verfechter eines neuen Denkens in der Welt“, sagte Gorbatschow am Montag der Agentur Interfax. Der russische Präsident Putin sprach den Angehörigen des früheren sowjetischen Außenministers sowie dem georgischen Volk sein Beileid aus, wie der Kreml mitteilte. Schewardnadse starb nach langer Krankheit im Alter von 86 Jahren in seiner Residenz in Tiflis.

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Der 83 Jahre alte Gorbatschow nannte Schewardnadse einen Freund, der in den 1980er Jahren die Politik von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umgestaltung) intensiv mitgestaltet habe. Der Politiker habe eine große Rolle bei der „Vereinigung Deutschlands, in europäischen Angelegenheiten, bei der Normalisierung der Beziehungen zu China und im Dialog mit den USA gespielt“, sagte Gorbatschow. Besonders eingesetzt habe sich der Politiker zudem für ein Ende des atomaren Wettrüstens. Gorbatschow hob vor allem Schewardnadses „georgisches Temperament“ hervor. „Er war in der Lage, mit unterschiedlichen Menschen schnell in Kontakt zu treten - mit der Jugend und mit der älteren Generation“, sagte Gorbatschow.

Der letzte Sowjet-Präsident Michail Gorbatschow holte ihn 1985 nach Moskau. Schewardnadse sorgte als Außenminister an der Seite des Vaters von Glasnost und Perestroika (Offenheit und Umgestaltung) nach vier Jahrzehnten des Kalten Kriegs mit für politisches Tauwetter. Die für Deutschland wichtigste Arbeit leistete Schewardnadse als Vertreter der Sowjetunion bei den Zwei-plus-Vier-Gesprächen. Gegen den Widerstand vieler Kommunisten und Armeegeneräle in Moskau war der Politiker dabei einer der Wegbereiter der deutschen Wiedervereinigung.

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